Wegeausschuss - Schädlingsbekämfpung

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

Bild Ratteim gesamten Elmshorner Umland ist eine deutliche Zunahme von Ratten festzustellen. In Hamburg haben sich die Zahlen in den letzten Jahren mit derzeit rund 40 Millionen bereits verzehnfacht. Die Gemeinde Klein Nordende (Wegeausschuss) möchte sich intensiv mit dieser Plage auseinandersetzen.

Wie kommt es zu diesem vermehrten Befall?

Ratten vermehren sich 6-7 Mal im Jahr und bringen bis zu 12 Junge zur Welt. In früheren Jahren haben sich die Ratten etwa 42 Wochen pro Jahr vermehrt. In den restlichen 10 Wochen während der kalten Jahreszeit ist dann eine Pause eingetreten. Außerdem sind in den kalten Wintern etwa 90 % der Ratten gestorben. Seit 3-4 Jahren gibt es keine kalten Winter mehr. Die Ratten sterben nicht in dem Maße wie bisher und die Vermehrung geht auch in den restlichen Monaten munter weiter. Da die eigentlich nachtaktiven Tiere aufgrund der Überbevölkerung in ihren Bauten und in den Schmutzwasserkanälen keinen Platz mehr finden, sind die Nager jetzt auch in bisher verschonten Bereichen zu beobachten. Sie suchen nun auch am Tage nach Essbarem, werden in Wohngebieten gesehen und durchwühlen Komposthaufen, weil dort Essenreste liegen. Im schlimmsten Fall kommen sie sogar in die Häuser. !

Menschen können sich durch Kot, Urin und Bisse der Ratten mit Krankheiten infizieren

Um dieses große Problem in den Griff zu bekommen, hat der Wegeausschuss der Gemeinde beschlossen, mehrere Schwerpunkte der Bekämpfung zu setzen. Zunächst wird ein Kostenvoranschlag eingeholt, um eine Befallskontrolle im gesamten Dorf durchzuführen. Des Weiteren sollen Bürger im privaten Bereich über Gegenmaßnahmen informiert werden. Es sollte auf jeden Fall unterlassen werden, Nahrungsmittereste auf dem Komposthaufen oder über das WC zu entsorgen. Falls Sie auf Ihrem Grund und Boden bzw. in Gräben oder ähnlichem Ratten beobachten - bitte kurze Meldung im Gemeindebüro. Im Kreis Pinneberg ist ein Entwurf in Arbeit, der Bürger zur Meldung von Rattenbefall und zu Gegenmaßnahmen verpflichtet.

Einragende Hecken und Sträucher in den öffentlichen Verkehrsräumen

Zu diesem Thema gab es in letzter Zeit vermehrt Beschwerden von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, weil Hecken und Sträucher zu weit in den Gehweg hinein ragten, so dass z.B das Passieren mit einem Kinderwagen nicht möglich war. Daraufhin ist der Wegeausschuss aktiv geworden und hat schon einige Bürger/innen angeschrieben bzw. Gespräche geführt. Zur Erinnerung:

Vom 07.11. - 9.11.2008 findet die Gartenabfallaktion statt

Eine gute Gelegenheit, nun auch die letzten Hecken auf Normalmaß zu bringen, damit die Gehwege frei und an den Straßeneinmündungen die erforderlichen Sichtdreiecke wieder hergestellt werden. Schneiden Sie am besten gleich etwas kürzer zurück, damit die Wachstumsphase nicht wieder zur gleichen Problematik führt.

Gehwege und Radfahrer

In Klein Nordende gibt es lediglich anfangs der Dorfstraße einen kurzen Abschnitt eines klassischen Radweges und seit die Gemeinde nach langem Hinauszögern auf Drängen der Verkehrsaufsicht die Beschilderung entlang der weiteren Dorfstraße entfernen musste, haben wir nur noch an der B 431 einen gemeinsamen Geh- und Radweg, auf dem Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt sind.
Alle anderen Sonderwege, nunmehr auch entlang der Dorfstraße, sind reine Gehwege, ausschließlich den Fußgängern vorbehalten und auch vor Geschäften nicht zum Parken frei. Lediglich Kinder bis 8 Jahre müssen mit dem Rad auf dem Gehweg fahren, Kinder bis zum 10. Lebensjahr dürfen es noch, wenn sie sich dort sicherer fühlen.
Klare Regelungen. Wie verhält es sich nun aber mit dem Hühnerweg und dem Weg Bi de Wehr? Auch wenn es einmal eng wird, gehen Radfahrer und Fußgänger hier in der Regel höflich und rücksichtsvoll miteinander um. Aber insbesondere im noch schmaler gewordenen Hühnerweg fühlen sich die Fußgänger vermehrt regelrecht forsch zur Seite geklingelt und nahezu zum Ausweichen in die Hecke gedrängt.
Die Gemeinde hat sich hier rechtlich nicht festgelegt. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass diese beiden Wege durchaus auch für Radfahrer, insbesondere für die Schulkinder, benutzbar sein sollten. Für eine klar stellende Beschilderung als gemeinsame Wege, gleichberechtigt für Fußgänger und Radfahrer, erfüllt jedoch insbesondere der Hühnerweg nicht die Voraussetzungen, denn er ist deutlich zu schmal.
Im Sinne eines geordneten Miteinander und unter Verzicht weiterer Verkehrszeichen, die
hier in jedem Fall die Radfahrer beschränken bzw. sogar ausschließen müssten, sollten wir den Fußgängern grundsätzlich den Vorrang geben, nötigenfalls und wie bereits mehrfach im Hühnerweg beobachtet, auch einmal absteigen und ein Stückchen schieben Wir Erwachsene sollten es ruhig einmal vormachen, damit unsere Kinder es von uns lernen können.

Streupflichten

Der Sommer ist nun vorbei und ehe wir uns versehen, wird es draußen das erste Mal wieder glatt. Wie in fast jedem Ort wissen offensichtlich nur noch wenige Bürgerinnen. dass die Reinigungspflicht für die Gehwege und sogar für die Fahrbahnen nach der Straßenreinigungssatzung grundsätzlich bei den Grundstückseigentümern bzw. den Mietern liegt und nicht bei der Gemeinde.
Mindestens sollte man aber wissen, dass Schnee und Glätte, werktags bis 7.00 Uhr zu beseitigen sind, an Sonn- und Feiertagen bis 9.00 Uhr. Salz und andere auftauende Stoffe dürfen auf Gehwegen nur in Ausnahmefällen (z.B. Eisregen) oder an besonders gefährdeten Stellen eingesetzt werden. Abstumpfende Mittel haben hier den Vorrang.


Hans B. Schinckel (Bürgermeister)
Gerd Schümann (Wegeausschuss Vorsitzender)