Gemeinde soll „moderat“ wachsen

Neujahrsempfang Klein Nordende: 250 Gäste in der Hell-Halle / Viel Applaus für Bürgermeister Hans-Barthold Schinkel

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KLEIN NORDENDE Es war der wohl letzte Auftritt von Hans-Barthold Schinkel als Bürgermeister während des Neujahrsempfangs in Klein Nordende. Nach 15 Jahren im Ehrenamt kündigte er an, zur Kommunalwahl im Mai nicht mehr als Bürgermeister kandidieren zu wollen. Die über 250 Gäste in der Bürgermeister-Hell-Halle quittierten seine Ansprache mit langanhaltendem Applaus. Schinckel bedankte sich für die „schöne Zeit“, auch wenn es - mit Blick auf Themen wie Redder und Auenland - während der letzten fünf Jahre „auch etwas anstrengend“ gewesen sei.

en 180116bZuvor hatte Schinckel das Jahr 2017 noch einmal Revue passieren lassen und einen Ausblick auf 2018 gewagt. Wie aus den Voijahren gewohnt, begann er mit der „großen“ Politik, ehe er sich den kommunalen Themen zuwandte. Mit Blick auf die Landespolitik bemängelte Schinckel die neuen Rechtsvorgaben hinsichtlich der Straßenausbausatzung. Hier können seit kurzem die Städte und Gemeinden selbst entscheiden, ob sie bei entsprechenden Bauvorhaben die Bürger finanziell belasten wollen oder nicht. Dadurch sei „der Schwarze Peter den Kommunen zugefallcn“, kritisierte Klein Nordendes Bürgermeister. Die Situation sei „nicht schön für uns“.

Kritisch sieht Schinckel auch die unverändert hohe Kreisumlage. Derzeit überweise Klein Nordende über 1,44 Millionen Euro, „damit der Kreis arbeiten kann“. Die hohe Summe „macht uns ein bisschen Schmerzen“. Insbesondere, da mit deutlich höheren Kreiseinnahmen zu rechnen sei. 2017 habe es zu diesem Thema einen „Krisengipfel“ gegeben, doch die daraus hervorgegangene Arbeitsgruppe habe im abgelaufenen Jahr kein einziges Mal getagt. Schinckel appellierte an den Kreis, die Umlage zu senken, sieht aber dafür selbst nur wenig Chancen, da „es mit dem aktuellen Kreistag nicht machbar zu sein scheint“.

Deutlich widersprach Schinckel Vorwürfen von Bürgern, Klein Nordende würde „ungehemmt wachsen“. Das Großdorf mit seinen derzeit 3393 Einwohnern habe in den vergangenen 15 Jahren lediglich elf Prozent Einwohner hinzu gewonnen. Sparrieshoop sei im gleichen Zeitraum um über 21 Prozent gewachsen, Kölln-Reisiek gar um fast 29 Prozent gewachsen. „Wir wollen uns moderat weiterentwickeln“, kündigte er für die Zukunft an. Im Bereich Auenland entstünden gerade acht neue Bauplätze, im Ziegeleiweg 18 neue Grundstücke. Das angedachte Baugebiet „Alte Ziegelei“ sei zu den Akten gelegt worden, weil die Kreisvorgaben zu hoch seien. So hätte man Lärmschutzmaßnahmen umsetzen, und vermutlich für rund 400000 Euro Boden abtragen müssen.

Generell stehe Klein Nordende aktuell finanziell ausgesprochen gut da. Der Haushalt 2018 weise einen Überschuss von rund 1,5 Millionen Euro aus (wir berichteten). „Das haben wir in Klein Nordende noch nie gehabt“, freute sich Schinckel. Das stattliche Plus sei „wohl keine Eintagsfliege“. Wenn man den Prognosen des Amtes glauben dürfe, würden die liquiden Mittel der Gemeinde bis 2022 auf 2,6 Millionen Euro anwachsen.

Ein Lob sprach der Bürgermeister dem Kulturaus-schuss-Vorsitzenden Andreas Kamin aus, der das Gemeindefest geplant und umgesetzt hatte. „Da ist eine große Menge Arbeit reingeflossen“, sagte Schinckel. Kamin war es auch, der den Neujahrsempfang vorbereitet hatte.

Eine ganz persönliche Anekdote hatte Schinckel auch noch im Gepäck. Im Auenland habe man eine alte Kate abreißen müssen, die „nicht mehr zu reparieren war“. Die Bewohnerin konnte in einen Auenland-Neubau umziehen, ihre Ziege Else jedoch nicht. Kurzerhand gewährte Schinckel dem Tier auf seinem Grundstück Asyl. Leider starb Else schon zwei Monate später. „Aber so musste sie nicht zum Schlachter“, so Schinckel, und die Ziege habe ihre letzten Tage noch genießen können. Carsten Wittmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 16.01.2018

Wahlen bei der Jugendfeuerwehr

KLEIN NORDENDE Nele Aue ist die neue Jugendgruppenleiterin der Jugendfeuerwehr Klein Nordende. Sie setzte sich denkbar knapp mit nur einer Stimme Vorsprung gegen ihre drei Mitbewerber durch. Fast ebenso knapp war die Wahl zum stellvertretenden Jugendgruppenleiter. Hier setzte sich Robin Hagemann mit zwei Stimmen mehr durch. Eindeutiger waren die Wahlen des Schriftführers Nick Halfpap und wie bereits im vergangenen Jahr des Kassenwarts Till Diercks.    mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.01.2018

25 Jahre Partnerschaft

Liebe Seniorengemeinschaft,

im vergangenen Jahr waren wir wieder zu Gast in unserer Partnergemeinde Zempin.
Dort wurden wir sehr herzlich aufgenommen und die Zempiner hatten für uns ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das uns wieder viele neue Eindrücke von der Insel vermittelt hat. In diesem Jahr kommen nun die Zempiner Senioren vom 19.-22. April zu uns nach Klein Nordende.

Durch die regelmäßigen Besuche zwischen den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemein-den ist diese Partnerschaft lebendig und es sind schon viele freundschaftliche Kontakte ent-standen. Immer wieder freuen wir uns, dass wir auch Zempiner, die das erste Mal nach Klein Nordende kommen, begrüßen können. Es ist teilweise der Wunsch unserer Gäste, in Klein Nordender Familien untergebracht zu werden. Hierzu benötigen wir Ihre Mithilfe.

Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie bereit sind, für die Zeit vom 19.-22.04.2018 Gäste aufzunehmen. Für Sie als Gasteltern und die Besucher aus Zempin wird der Sozialausschuss noch ein Programm erarbeiten. Angedacht ist für den Freitag ein Ausflug nach Bremerhaven. Der Samstag, 21.04.2018, wird dann ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Partnerschaft der Gemeinden Zempin und Klein Nordende stehen.

Wir würden uns freuen, wenn es uns gemeinsam gelingen könnte, durch Ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Gästen, diese Partnerschaft zu pflegen. Wenn Sie einen speziellen Wunsch haben, der Ihre Gäste betrifft, teilen Sie uns diesen bitte mit.

Für Rückfragen oder weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an die Vorsitzende des Sozialausschusses, Frau Ulrike Weers, Telefon: 49100(Büro/vormittags) oder 94407 (privat).

Ihre eventuelle Rückmeldung erbitten wir bis zum 15.02.2018.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-B. Schinckel

Bürgermeister

Ulrike Weers

Sozialausschuss



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Feuerwehr-Nachwuchs probt den Ernstfall

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KLEIN NORDENDE Wie fühlt es sich an, als Berufsfeuerwehrmann im Einsatz zu sein? Was bedeutet es, 24 Stunden Bereitschaft zu haben und die ganze Zeit in der Feuerwache zu verbringen? Diesen Fragen stellte sich der Feuerwehmachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Klein Nordende.

An einem Freitagnachmittag fanden sich die Jugendlichen in der Wache ein. Im Versammlungsraum wurde zunächst der Schlafsaal mit Feldbetten eingerichtet, dann hieß es warten auf die möglichen Einsätze. Jugendwart Marcel Kuball hatte gemeinsam mit weiteren aktiven Kameraden vier ebenso unterschiedliche wie überraschende Einsätze für die Jugendfeuerwehr vorbereitet.

Ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person stand als erstes auf dem Programm. Mit Schere und Spreizer nahmen die Jugendlichen den PKW auseinander und konnten so die verletzte Person befreien. Dem folgte dann ein Einsatz im Liether Moor. Hier musste eine Ölspur abgestreut werden.

Der dann folgende Einsatz hatte es für den Feuerwehrnachwuchs in sich: Die Brandmeldeanlage im Rewe-Markt war ausgelöst worden. Die Kinder mussten einen Löschangriff aufbauen und mit Atemschutzatrappen in den Laden hinein gehen, um die Brandursache zu finden. Die Kameraden, die diesen Einsatz vorbereitet hatten,
hatten einen kleinen Ofen hinterlassen, der etwas qualmte.

Zum Abschuss, nach rund 24 Stunden Bereitschaft, musste ein echtes Feuer gelöscht werden. Auf der Wiese von Mirko Hamke brannte ein Haufen Zweige. „Alles hat super funktioniert“, freute sich der Jugendwart nach Abschluss der Übung. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 01.02.2018