Logo DRK DRK Blutspenden

Nächster Termin zum Blutspenden im Gemeindezentrum ist

Montag, 01. April 2019, 15.30 - 19.30 Uhr

Die weiteren Termine sind

Mo, 08.07.2019 30.09.2019

Informationen zum Thema Blutspende finden Sie auch unter www.drk-blutspende.de

Vom Butterberg auf die Bundesliga-Bühne

Anneke Borbe aus Klein Nordende hütet das Tor beim SV Werder Bremen

haz 190309a

(Klein Nordende/mm) Ist sie am Ball, packt sie zu. Und wenn es die Situation erfor­dert, setzt Anneke Borbe ihre Fäuste ein. „Es macht mir Spaß“, sagt die ehemalige Bismarckschülerin, die ihre Wurzeln in der Elmshomer Nachbargemeinde Klein Nordende hat. 18 Jahre jung ist Borbe, die Torhüterin des SV Werder Bremen. Mit den Grün-Weißen spielt sie in der 1. Frauenfußball-Bun­desliga. Damit dass auch in der kommenden Saison so bleibt, ist auch ihr Können gefragt. Je seltener sie hinter sich greifen muss, umso größer die Chance auf den Klassenerhalt. „Ich glaube, dass wir das schaffen“, sagt Anneke Borbe selbstbewusst, die dabei auch an den erfolg­reichen Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit denkt. Kurz vor ihrem 17. Geburts­tag debütierte sie damals, als sich ihre Torhüterkollegin Lena Pauels verletzte. In den ersten drei Partien blieb sie ungeschlagen und durfte am Ende mit dem SVW feiern. Für eine Wiederholung trai­niert die Junioren-Nationaltorhüterin hart.

Klassenerhalt, Abitur und der Traum von der Nationalmannschaft

(Klein Nordende/Bremen/ mm) Sechs Mal Training pro Woche, am Wochenende ein Spiel in der Allianz Frauen Bundesliga. Mit vollem Ein­satz ist Anneke Borbe am Ball. Neun Spiele hat sie in der laufenden Spielzeit absolviert, fünf ihre Torhüterkollegin Lena Pauels. „Ich freue mich über jedes Spiel“, sagt die Klein Nordenderin, die um den Konkurrenzkampf weiß.

haz 190309bBei der SV Lieth hat Anneke Borbe mit fünf Jahren erst­mals die „Bolzer“ angezogen, wollte wie der große Bruder Bjame Fußball spielen. „Da­bei hat die gesamte Familie eigentlich Volleyball gespielt“, so die 18-Jährige. Bei den Rot­hosen am Butterberg spielte sie zunächst in der Abwehr, „wenn ich nicht Gänseblüm­chen gepflückt habe“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Doch die Blumen gerieten schnell zur Nebensache, der Fußball in den Mittelpunkt und Anneke Borbe entdeckte ihre Begeisterung für die Position zwischen den Tor­pfosten. Bei den Jungs hielt sie die Bälle auf ihr Tor so gut, dass ihr Talent immer mehr zum Vorschein kam.

Vom Liether Waldstadion ging es zum SC Nienstedten, dort spielte sie bei den Junio­ren, aber auch in der Ham­burger Mädchenauswahl. Im Frühjahr 2015 meldeten sich die Talentsichter von der Weser. Anneke wechselte in die U17 des SV Werder, zu­nächst mit Zweitspielrecht für Nienstedten. Dann pen­delte sie - mit Mutter Inga - einmal in der Woche nach Bremen, ehe sie im Wer- der-„Intematshaus“ heimisch wurde und nur noch für die Grün-Weißen die Torwarthandschuhe anzog. So lässt es sich besser auf Sport und Schule konzentrieren, denn neben dem Bundesliga-Klas­senerhalt möchte die ehema­lige Bismarckschülerin 2019 auch ihr Abitur eintüten.

Werder-Trainerin Carmen Roth ist überzeugt von der Klein Nordenderin: „Trotz ihres jungen Alters ist Anne­ke Borbe ein starker Rückhalt für unsere Mannschaft und hat bereits tolle Leistungen in der Frauen-Bundesliga gezeigt. Sie ist ein großes Talent, was auch ihre Nomi­nierungen für die Juniorinnen-Nationalmannschaften unter Beweis stellen. Sie bringt alles mit, was eine moderne Torhüterin braucht. Daher denke ich, dass sie eine verheißungsvolle Lauf­bahn vor sich hat.“

Beim großen Frauenfüß- ball-Highlight des Jahres die Weltmeisterschaft im Sommer in Frankreich — sieht sich die Klein Nordenderin in der Rolle als Zuschauerin am TV-Bildschirm. „Jeder hat den Traum, für Deutschland zu spielen“, sagt die 18-Jährige, die sich bereits mehrfach in den Junioren-Nationalteams gezeigt hat.

Die deutsche Mannschaft — „sie hat hohe Qualität“ - habe alle Chancen auf den Titel, und sie freue sich auch über jede Einladung vom DFB, „aber jetzt konzentriere ich mich erst einmal auf Wer­der“. Und das ist in der Liga wieder am 17. März gefordert. Unweit des Weserstadions geht es für den SVW gegen Hoffenheim um Punkte. Die TSG ist zwar Tabellensiebter, aber für Borbe ist die Marsch­route klar „Wir rechnen uns gegen jeden etwas aus.“

Holsteiner Allgemeine Zeitung, 09.03.2019