Schützen und Schule im Fokus

Das Jahr 2019 steht in der gemeinde Klein Nodende im Zeichen zweier Jubiläen

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KLEIN NORDENDE Gleich mehrere Jubiläen und mar­kante Geburtstage gibt es 2019 in Klein Nordende zu feiern. So wird die örtliche Grundschule 125 Jahre alt, und die Schützenbruder­schaft Weidmannsheil begeht ihr einhundertjähriges Beste­hen. Zünftig gefeiert werden soll das Jubiläum der Schüt­zen am 22. und 23. Juni samt Festumzug und Schützen­sport-Veranstaltungen. Die Vereinsvorsitzende Sabine Nickel nutzte den Neujahrs­empfang in der Bürgermeis- ter-Hell-Halle schon einmal, um Werbung für das Ereignis zu machen. Auch optisch wa­ren die Schützen präsent. An den Wänden waren die Kö­nigsscheiben der vergange­nen Jahre und Jahrzehnte zu bewundern. Die älteste stammte aus dem Jahr 1939.

Gegründet 1919, mauserte sich der Verein rasch zu einer festen Institution in der Dorf­gemeinschaft. Schon 1925 wurde das erste Schützenfest in der Gemeinde gefeiert, Wilhelm Trautmann wurde zum ersten Schützenkönig gekürt. Als Zeichen seiner Würde erhielt er die neue Kö­nigskette verliehen. 2001 musste eine zweite Kette an­gefertigt werden, weil das Ge­wicht der Ursprungskette von Jahr zu Jahr zugelegt hatte. Seit 2004 gibt es auch eine Vereins-Homepage. Wer sich über die Schützen detailliert informieren möchte, ist im Netz unter www.weidmanns- heil-klcin-nordende.de genau richtig.

Auch die Grundschule, die in Juni ihren 125. Geburtstag feiern will, finden Interessier­te im Internet. Auf der Seite www.gs-klein-nordende.de wird über Schule, Elternmit- arbcit und den Schulverein in­formiert. Seit 2013 gibt es in Klein Nordende das Modell der offenen Ganztagsschule. Zurzeit besuchen rund 230 Jungen und Mädchen die Grundschule. Schulträger ist der Schulverband Klein Nord- ende-Lieth. Der Schulverein hat etwa 170 Mitglieder und hilft unter anderem bei der Ausstattung des Schulhofes bei der Materialbeschaffung für Projektwochen oder beim Getränkeverkauf in den Pau­sen.

en 190122bSportlich soll es im Mai in Klein Nordende zugehen, wenn ein Kalkgrubenlauf auf dem Programm steht. Auf ein friedlich-konstruktives Mit­einander hofft Bürgermeister Adolf Luitjens für die Ge­meindevertretung. Der gehö­ren seit der jüngsten Kommu­nalwahl im Mai 2018 neben der Wählergemeinschaft, der SPD und der CDU auch erst­mals die Grünen an. Konflikt­potenzial ist bei entsprechen­der Meinungsvielfalt vorpro­grammiert. Der Zoff um eine Info-Broschüre der Wähler­gemeinschaft kurz vor Weih­nachten (wir berichteten) ist das aktuellste Beispiel, wie schnell der politische Haus­frieden aus dem Ruder laufen kann. Weiter vorangehen soll der Breitbandausbau im Ort. Auch die Außenbereiche sol­len möglichst umfassend in den Genuss des schnellen In­ternets kommen. „Die Digita­lisierung schreitet voran“, hatte Luitjens während seiner Neujahrsansprache gesagt. Hier gelte es für Klein Nord­ende, Schritt zu halten.

Anpacken will die Gemein­de 2019 auch die Sanierung der Schmutz- und Regenwas­serkanäle. Der Startschuss wird in der Schulstraße fallen, wo die Rohre für rund 400 000 Euro auf Vordermann ge­brachtwerdensollen. Im Bau­gebiet am Ziegeleiweg sind schon fast alle Grundstücke reserviert. Noch im Januar oder Anfang Februar soll die Vergabe erfolgen, kündigte Luitjens während des Neu- jahrsempfenges an.

Weit über die Dorfgrenze hinaus hat sich das Töverhuus einen guten Ruf als Kultur­tempel erarbeitet. Auch 2019 stehen wieder unzählige Events auf dem Programm. Auch prominente Künstler werden dabei in Klein Nord­ende erwartet, so beispiels­weise Platt-Legende Gerd Spiekermann, Torfrocker Klaus Büchner und NDR- Wetterexperte Meeno
Schrader. Und zum Jahres­ausklang am 13. Dezember lädt Sören Schröder wieder zum weihnachtlichen Mitsin­gen ein. Carsten Wittmaack

Elmshorner Nachrichten 22.01.2019