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Spannendes über Erz und Erdbeben

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KLEIN NORDENDE „Wie kann so ein Loch entstehen?“, fragte Geologe Thomas Voß die Drittklässler der Grundschule Klein Nordende-Lieth, die im Rahmen des Weltkindertags die Liether Kalkgrube besuchten. Die kleinen Forscher hatten sofort einige Ideen parat: Es wurde Erz gesucht, ein Meteoriteneinschlag, eine Bombenexplosion, ein Erdbeben.

Voß erläuterte, dass Menschen etwas aus dem Loch herausgeholt hätten. „Hier wurde Bergbau betrieben. Allerdings nicht so spektakulär. Hier wurde Kalk abgebaut. Es ist eine Kalkgrube“, so der Geologe und zeigte den Schulkindern, wie dieser Kalk aussieht und wie er erkannt werden kann. Das chemische Experiment mit einigen Tropfen Salzsäure, das Kohlensäure freisetzte, beeindruckte die Jungen und Mädchen sichtlich.

Anhand der Gesteinsformationen in der Kalkgrube erklärte Voß die erdgeschichtliche Entwicklung, die Besonderheiten des Salzstocks und die rote Farbe auf einem normalerweise grauen Gestein. Ob der Vergleich mit einem Luftballon, der unter Wasser gedrückt wird, die Möglichkeit Gipsgestein mit dem Finger einzuritzen oder der rote Ton, der sich über den grauen Felsen gelegt hat - Voß brachte den Schülern mit viel Begeisterung und ausgesprochen kindgerecht die Besonderheiten der Liether Kalkgrube nahe. Die am Eingang liegenden Findlinge begeisterten die Kinder abschließend als Kletterobjekt und als Sitzmöglichkeit für die verdiente Frühstückspause. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 05.10.2018