15 Jahre im Dienst der Gemeinde

Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel wurde ehrenvoll verabschiedet / Über hundert Wegbegleiter kamen

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KLEIN NORDENDE Damit hatte Klein Nordendes langjähriger Bürgermeister Hans-Bart-hold Schinckel nicht gerechnet: Am Sonntagnachmittag stand plötzlich der restaurierte Feuerwehr-Bully vor seiner Tür. Das einstige Einsatzfahrzeug der Klein Nordender Feuerwehr, das Schinckel als Sohn eines Feuerwehrmannes noch aus seiner Kindheit kennt, war vorgefahren, um ihn zu seiner Abschiedsfeier ins Gemeindezentrum zu chauffieren. Dort wartete als zweite Überraschung ein ehrenvoller Empfang mit Spalier stehenden Feuerwehrleuten und den Musikern des Spielmannszugs Klein Nord-ende-Lieth auf ihn. Hände drücken hier, Umarmungen dort - sichtlich gerührt durchschritt Schinckel die Formation, an deren Ende er auf die geladenen Gäste stieß: rund hundert Wegbegleiter, die er sich für seine Abschiedsfeier gewünscht hatte.

Drei Legislaturperioden, sprich fünfzehn Jahre, leitete Hans-Barthold Schinckel die Geschicke in seinem Heimatort. Mit viel Engagement brachte er die Gemeinde mit Projekten wie der Bürger-meister-Hell-Halle, dem Supermarkt, der LED-Straßen-beleuchtung und dem Kunstrasen-Fußballplatz erfolgreich voran, setzte sich zudem aktiv im Amt Elmshorn Land ein. Eine vierte Amtszeit wollte Schinckel nicht mehr antre-ten. „Ich bin achtundsechzig, da muss das Privatleben mal Vorrang bekommen“, begründete er. Denn weder als Bürgermeister, noch davor als Tankerkapitän habe er für Familie und Hobbys viel Zeit gehabt. Jetzt solle sich der Traum einer Karibikreise endlich erfüllen.

So mancher seiner Wegbegleiter konnte sich an diesem Tag eine Gemeinde ohne Schinckel noch gar nicht vorstellen. Ein Visionär und zu-
gleich ein Mensch mit offenem Ohr für selbst kleinste Dinge sei er, dabei immer humorvoll, gelassen, pragmatisch und sehr bürgemah. Darüber waren sich nicht nur die Redner wie Thorsten Rockel, Amtsvorsteher Elmshorn Land, Gerd Schümann, Vizevorsitzender der Wählergemeinschaft, oder Schin-ckels Nachfolger Adolf Luit-jens, ebenfalls Freie Wählergemeinschaft, einig. Schin-ckels Amtszeit sei ein wichtiger Meilenstein in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht gewesen, wofür ihm großer Dank gebühre, sagte Luitjens. Mit Ovationen wurde Schinckel, der Vorsitzender im Bau- und Planungsausschuss bleibt, in den „Unruhestand“ entlassen. Waltraut Hinz-Hass

aus den Elmshorner Nachrichten vom 04.07.2018

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