Unachtsamkeit führt zu Waldbrand in Klein Nordende

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KLEIN NORDENDE Auf einer Fläche von zehn Quadratmetern hat am Sonntagmorgen eine Waldfläche zwischen den Tennis- und Sportflächen des SV Lieth gebrannt. Gegen 9.35 Uhr alarmierte ein aufmerksames Paar, das mit dem Fahrrad im Wald unterwegs war, die Feuerwehr. Sie hatten vom Boden Rauch aufsteigen sehen. Als die Freiwillige, Feuerwehr Klein Nordende wenig später mit 30 Kameraden in dem Waldstück in der Nähe der Schulstraße eintraf, brannte der Torfboden einmal auf einer Fläche von zehn Quadratmetern und an einer anderen Stelle auf etwa einem halben Quadratmeter. „Es ist gut, dass das Paar uns so schnell alarmiert hat, und dass es nicht so windig war wie in den vergangenen Tagen“, erklärte Wehrführer Martin Höppner. „Sonst hätte sich das Feuer deutlich schneller ausbreiten können und wäre auch tief in den Torfboden eingedrungen. Dort kann es unentdeckt in den Boden ziehen und von unten heraus den ganzen Boden aufreißen.“

So hatte die Feuerwehr den Brand schnell im Griff. „Nach zehn Minuten war das Feuer gelöscht, der Einsatz dauerte aber insgesamt eineinhalb Stunden, weil wir den Schlauch über eine weite Strecke ziehen und später den Boden auflockern mussten, um sicher zu sein, dass darunter alles in Ordnung war“, sagt Höppner.

Er geht davon aus, dass das Feuer durch eine unachtsam weggeworfene Zigarettenkippe verursacht wurde. Durch die extreme Trockenheit der vergangenen Tage ist die Waldbrandgefahr auf die Gefährdungsstufe drei, also mittlere Gefahr, erhöht worden. Die Situation wird sich auch in den kommenden Tagen nicht ändern: Für die ganze Woche sind laut Wetterdienst kein Regen und Temperaturen bis zu 32 Grad vorhergesagt. Höppner rät deshalb zu erhöhter Vorsicht in Waldgebieten; Rauchen, offenes Feuer und Grillfeuer sind in Wäldern verboten, Brände sollten schnellstens gemeldet werden. Auch Glasflaschen sollten nicht weggeworfen werden, weil das Glas als Brennglas wirken kann. Waldstraßen und Feldwege müssen für die Rettungskräfte freigehalten werden. Denn wenn der Wind die Flammen erst einmal in den Wald gedrückt hat, wird es schnell gefährlich. cop

aus den Elmshorner Nachrichten vom 28.05.2018