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Nächster Termin zum Blutspenden im Gemeindezentrum ist

Montag, 01. Oktober 2018, 15.30 - 19.30 Uhr

 

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Neue Biotopgewässer im Moor

Betreuungsverein Liether Moor kümmert sich um 40 Hektar Fläche / Martin Röseke als Vorsitzender bestätigt

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KLEIN NORDENDE Die Zahlen, die der Vorsitzende des Betreuungsvereins Liether Moor, Martin Röseke, während der Jahreshauptversammlung im Klein Nordender Gemeindezentrum vorstellte, können sich sehen lassen: 33 Hektar Flächen im Liether Moor befinden sich im Eigentum des Vereins, für sieben Hektar wurden Nutzungsrechte erworben. Von diesen 40 Hektar werden rund 23 als extensive Weiden genutzt, vier Hektar wurden mit 16170 Laubbäumen aufgeforstet, rund fünf Hektar werden der Natur überlassen.

Acht neu angelegte Biotopgewässer mit einer Größe von 150 bis 2500 Quadratmetern bieten Lebensraum für Libellen, Amphibien, Reptilien und Insekten. Dabei werden alle Biotope ausschließlich mit nährstoffarmem Oberflächenwasser gespeist, ohne Zu- und Abfluss. Ergänzend gibt es im Liether Moor 80 verschiedene Nistkästen unter anderem für Eulen, Fledermäuse, Hummeln, ein Storchennest sowie eine Eisvogel- und Insektenwand.

Röseke berichtete weiter, dass verschiedene Entenarten, unter anderem die Krickente, Braun- und Schwarzkehlchen, der Uhu sowie der Eisvogel wieder im Liether Moor heimisch sind, der Storch bisher nur zu Besuch kommt, allerdings noch nicht im Moor brütet.

Die Entwicklung und Entstehung des Biotops im Seestermüher Moor stellte der Vorsitzende anhand von Bildern vor. Es sollten zwei Zentralseen (Mooraugen) entstehen, verbunden mit einem weitläufigen Schlenkensystem. Das Vorhaben startete im September 2017, wurde wissenschaftlich von Archäologen und Paläontologen begleitet und von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, Ämtern und Behörden unterstützt. Bei den Baggerarbeiten wurden sowohl eiszeitliche Verschiebungen, als auch eine Muschelbank des Urmeeres sichtbar.

Am Ende der Arbeiten, die teilweise bei strömendem Regen erledigt wurden, zeigte sich die vorher eintönige Binsenwiese, so Röseke, ganz so, wie sie zu Urzeiten vor der Verlandung des Esinger Sees ausgesehen haben muss. Neben dem Überblick über die Aktivitäten des Vereins standen auch die tumusgemäßen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung.

Der Vorsitzende Röseke wurde dabei ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt, wie Schriftführerin Beate Maack-Krüger und die Beisitzer Klaus Jürgen Mohrdieck und Heino Diercks. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 21.02.2018