Abschied vom Gewerbe- und Mischgebiet Alte Ziegelei

Hoffnungen richten sich jetzt auf Pläne an der Betonstraße

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(Klein Nordende/rs) Es sollte die Lösung vor allem für Klein Nordender Gewerbebetriebe sein, die mehr Fläche brauchen - das geplante Gewerbe- und Mischgebiet auf dem Areal der Alten Ziegelei.

haz 180207bDoch das gesamte Projekt hat sich zerschlagen. Die voraussichtlichen Kosten sind so hoch, dass diese Eigentümer wie bereit stehenden Investor verschreckt haben. Nach zahlreichen Gutachten könnte allein der notwendige Bodenaustausch bis zu 400.000 Euro kosten. „Ja, das Projekt ist vom Tisch“, bestätigt Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. „Wir waren uns einig: Wir beenden das.“ Da sich auch die beabsichtigte Künstlergalerie im ehemaligen Arbeiterhaus nur im Rahmen des Gesamtvorhabens gerechnet hätte, wird es auch dazu nicht kommen.

Das Gewerbegebiet hatte nicht nur Freunde. „Unsere Betriebe hätten schon gern gewollt“, sagt Schinckel. Er weiß aber auch: „Der Bevölkerung hätten wir damit keinen großen Gefallen getan.“ Er setzt die Hoffnung nun in die Ausweisung eines Gewerbegebietes an der Betonstraße in der Nähe des Kreisels.

Dort gilt es allerdings, noch einige Bretter zu bohren. Durch das Ableben der Besitzer der 2,5 bis 3 Hektar großen Fläche haben sich Gespräche verzögert. Zudem ist die Landesplanung laut Schinckel von dem Gebiet  „nicht begeistert“. Es sei zu weit von vorhandener Bebauung entfernt. „Dabei ist die Verkehrsanbindung dort optimal“, findet der Bürgermeister. Unterstützung erhofft er sich vom Kreis Pinneberg: Dessen Vertreter hätten das Areal Alte Ziegelei nicht gut gefunden, seien in Gesprächen eher für die Fläche am Kreisel gewesen.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 07.02.2018