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Zebrastreifen bringt Volkes Seele zum Kochen

Es sind eigentlich nur weiße Streifen, die auf die Straße gemalt wurden. Jeder von ihnen etliche Zentimeter breit. Zu finden in jeder Stadt und eigentlich wird nie großes Aufsehen um die Fahrbahnüberquerung gemacht.

(Klein Nordende/dg) Aber: Zumindest in Klein Nordende sorgt der Fußgängerüberweg, für große Aufregung. Des Pudels Kern: Darf der Zebrastreifen an der Dorfstraße bleiben, wo er ist?
"Drei Jahre haben wir über dem Ding gebrütet", erinnert sich Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. Jetzt ist der Zebrastreifen endlich da - doch Ruhe ist nicht eingekehrt. Im Gegenteil. "Erbringt Volkes Seele zum Kochen". Hintergrund: Ein Bürger hat bei der Polizei angerufen und die Beamten darauf aufmerksam gemacht, dass der Überweg zu nah an der Bushaltestelle liegt." Die Sorge: Hält der Bus aus Elmshorn, verdecke er die Sicht auf den Zebrastreifen. Kinder, die sich in Sicherheit wägen und schnell über den Fußgängerüberweg laufen, gerieten in Gefahr. Dieser Problematik ist sich die Gemeinde bewusst. Deshalb haben wir auch ein 30-km/h-Schild aufgestellt, damit die Autofahrer langsam an den Zebrastreifen ranfahren", erklärt der Bürgermeister. Zudem hat es einen Ortstermin mit der Elmshorner Polizei und der zuständigen Kreisbehörde, die über die Zukunft des Überweges entscheiden soll, gegeben.
Ergebnis: "Rausgekommen ist nicht Fisch und nicht Fleisch", bedauert Schinckel. Im Wegeausschuss ist man sich einig, dass, wenn der Zebrastreifen da bleiben kann, wo er jetzt ist, man weitere Maßnahmen treffen will, die die Sicherheit erhöhen. "Denkbar sei zum Beispiel eine Bodenwelle 20 bis 30 Meter vor dem Zebrastreifen. Oder ein Blinklicht, das die Autofahrer auf den Überweg aufmerksam macht.

"Der Standort des
Zebrastreifens ist
nicht die optimale
Lösung, aber die
einzig mögliche",
weiß Bürgermeister
Hans-Barthold Schinckel.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 31.03.2007


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