Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Warum wandern Steine nach Klein Nordende


Warum wandern Steine nach Klein Nordende

Tag des Geotops in der Liether Kalkgrube. Veranstalter zählten 400 Besucher.

Dr. Alf Grube und H. J. Wohlenberg
Dr. Alf Grube (L), Hans Joachim Wohlenberg.

Elmshorn/Klein Nordende (lies). Wer wird schon 1,9 Milliarden Jahre alt und sieht dabei noch so gut aus? Und warum wandern Steine aus Skandinavien nach Klein Nordende? Antworten aus diese und ähnliche Fragen gab es am Tag des Geotops in der Liether Kalkgrube. Die Kulturgemeinschaft Tornesch hatte in Kooperation mit dem Kreis Pinneberg, dem Landesamt für Natur und Umwelt in Flintbek und der Universität Hamburg, für Sonntag in das Naturschutzgebiet am südliche Rande der Stadt eingeladen. Schon zum sechsten Mal fand diese Veranstaltung statt, nur dieses Jahr größer als zuvor.
"Ich freue mich sehr über den Sonnenschein, und wir konnten auch schon an die 400 Besucher durch die Kalkgrube führen", erzählt Hans Joachim Wohlenberg von der Kulturgemeinschaft Tornesch bereits zwei Stunden vor Veranstaltungsende. Was ihn besonders freute: "Es gab ein tolles Angebot von dem Archäologen Holger Junke, der hat mit den Kindern Feuerkeile geschlagen und mit ihnen Experimente aus der Steinzeit gemacht. Die Mädchen und Jungen waren total begeistert."
Bereits morgens um 10.30 Uhr hatte Dr. Ernst Dieter Rossmann, SPD-Bundestagsabgeordneter, mit einer Rede auf dem Parkplatz der Kalkgrube den Tag des Geotops eröffnet. Darüber hinaus wurde morgens der Erinnerungsstein an die ehemals tiefste Bohrung der Welt vorgestellt: In den siebziger Jahren in der Liether Kalkgrube - 1338 Meter tief und Weltrekord.
Fast stündlich zogen die Besucher bei den Führungen durch die Grube und den Findlingspark, in dem der älteste Stein 1,9 Milliarden Jahre alt ist. Der uralte Brocken ist vor langer Zeit mit einem Gletscher von Skandinavien bis in die Kalkgrube gewandert.
Am Rande der Grube, auf dem Parkplatz gab es für die Gäste viele Infostände, eine Mineraliensammlung und auch Erfrischung. Darüber hinaus lud der Betreuungsverein Liether Moor e.V. zu einer Moorfahrt auf dem Anhänger eines Treckers ein.

en-220908-1.jpg

Der Geologe Professor
Dr. Roland Vinx (I.)
erklärt einer Besucher-
gruppe der Liether
Kalkgrube wie der
Findling in diese Region
kam.

Foto: Lies Petersen

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.09.2008

Zurück