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Sprengstoff: Ganze Straßen in Klein Nordende evakuiert


Sprengstoff: Ganze Straßen in Klein Nordende evakuiert


Umlagert: Auf der Suche nach Informationen kreisten die Journalisten-Teams Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel
(links) regelrecht ein. Foto: Strandmann

(Klein Nordende/rs) Die Szene erinnerte gespenstisch an einen Film - doch es war brutale Wirklichkeit. Weil Beamte des LKA bei der Durchsuchung eines Einfamilienhauses in Klein Nordende Sprengstoffe entdeckt hatten, wurden Donnerstagmorgen ganze Straßenzüge evakuiert. In mehreren kontrollierten Sprengungen, die aus der Entfernung an schwere Kanonenschläge erinnerten, entschärften Spezialisten ab Mittag die brisanten Funde.
Im Dorf selbst ging nichts mehr. Schulstraße, Dorfstraße und Kastanieneck waren von Polizei und Feuerwehr weiträumig abgesperrt worden. Auch die Schule wurde geräumt. Etwa 400 bis 500 Bürger der betroffenen Straßen mussten ihre Wohnungen verlassen. Für sie standen das Lokal "Zum Tannenbaum", die Sporthalle und die Schützenhalle als Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung.
Zwischen Schule und Sporthalle richteten die Einsatzkräfte ein Lagezentrum ein. Dort drängten sich Journalisten und Kamerateams. Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel hatte um 8.20 Uhr vom Fund erfahren, war sofort zum Einsatzort geeilt. Er kenne viele Bürger der Straße, die Bewohner des durchsuchten Hauses aber nicht, sprach er in die Mikrofone. Er sei sehr betroffen, sagte Schinckel.
Vor Jahren war Klein Nordende schon einmal Schauplatz eines Sprengstoff-Einsatzes gewesen. Zwei Jugendliche hatten experimentiert und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Nähere Informationen zu den Funden, zu den Hintergründen und den Hausbewohnern sollte es erst nach Redaktionsschluss geben.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 15.12.2007

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