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Schutzstreifen sorgen nun für Sicherheit

Markierungen abgeschlossen: Auf der Dorfstraße in Klein Nordende haben Radfahrer nun eine eigene Spur

In dieser Kurve in der Dorfstra­ße gibt es den Fahrradschutz­streifen nur in Richtung Elms­horn. Foto: Daniela Lottmann

KLEIN NORDENDE / Daniela Lottmann

Den Verkehr für Radfahrer siche­rer machen, das sollen Fahrrad­schutzstreifen in Klein Nordende. Im Wegeaus­schuss der Gemeinde hatte man sich seit Anfang 2019 dafür stark gemacht und wollte den Bereich zwischen Ortseingang Elmshorn und Kurve Töverhuus übersicht­licher machen. Nun wurden die Streifen installiert.

Im März 2019 hatten die Kommunalpolitiker der Ge­meinde einen Zehn-Punkte- Katalog nebst Planzeich­nung an Ordnungsamt und Verkehrsaufsicht des Kreises übergeben. Mittels Fragebö­gen wurden auch die Bürger an dem Thema beteiligt. Auch sie sahen Handlungs­bedarf, erklärt der Vorsit­zende des Wegeausschusses Jens Jacobsen (WG). Eine vom Kreis organisierte On­linebefragung bestätigte An­fang 2020 den Eindruck.

Politiker wurden selbst aktiv

Trotzdem hieß es erst ein­mal warten - bis die Kom­munalpolitiker aus Klein Nordende die Sache selbst anschoben. Im Herbst 2020 stellten sie einen Antrag auf Förderung aus Mitteln des Radverkehrskonzeptes. Im Dezember sei laut Jacobsen dann die Zusage eingetrof­fen. 2700 Euro Zuschuss werde die Gemeinde bekommen. Laut Jacobsen ist das gut die Hälfte der gesamten Baukosten.

Lange erwartet, nun ist er da: Der neue Fahrradschutz­streifen wurde vor wenigen Tagen auf der Dorfstraße markiert. Er beginnt Rich­tung Elmshorn an der Ein­mündung Schulstraße und schließt sich damit an den schon länger eingezeichne­ten Schutzstreifen auf dem Elmshorner Stadtgebiet an. Damit ausreichend Platz für den Autoverkehr bleibt, wur­de der Schutzstreifen nur auf einer Straßenseite reali­siert. Richtung Klein Nord­ende Zentrum kann weiter­hin der ursprüngliche Rad­weg genutzt werden. 15 Meter vor der Einmündung zur Schulstraße findet sich nun allerdings zusätzlich ein Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn. Laut Jacobsen ist damit die Hoffnung ver­bunden, dass Radfahrer die Vorfahrt der Schulstraße mehr beachten. Hinter der Schulstraße wird der Schutzstreifen bis zum Tö­verhuus weitergeführt.

Die Straße ist für alle da“

„Obwohl selber mit einem noch anderen Bewusstsein aufgewachsen, nämlich dass sich alles dem Autoverkehr unterzuordnen hat, kann ich heute nur immer wieder betonen: Die Straße ist für alle da. Gleichberechtigt“, schreibt Jacobsen in einer Mitteilung. Er appelliert an die Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer, egal ob mit Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs.

Elmshorner Nachrichten, 17.03.2021

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