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Schranken statt Schilder

Ende der "Rennstrecke" Liether Moor in Sicht

Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel möchte das Liether Moor weitgehend vom Autoverkehr befreien.
Foto: si

(Klein Nordende/si) "Das Liether Moor ist ein Naherholungsgebiet und soll auch als solches genutzt werden!" unterstreicht der Klein Nordender Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel im Gespräch mit der Holsteiner Allgemeinen. Er sowie die zuständigen Ausschüsse und die Gemeindevertretung beschäftigt zur Zeit ein Problem, das endlich einer Lösung zugeführt werden soll: die starke Nutzung des Liether Moors durch Autofahrer - die zudem noch diese Straße als "Rennstrecke" missbrauchen: "Da sind schon Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern gemessen worden," so der Verwaltungschef. Die Straße wird von Autofahrern als Abkürzung zwischen Elmshorn und Tornesch (und weiter) benutzt: Doch es werde nicht geschlichen, sondern gerast.
Die Besiedelung in dem betreffenden Gebiet ist äußerst dünn. Anwohner machen den geringsten Teil der Autofahrer dort aus. Handzählungen haben ergeben, dass innerhalb von vier Stunden bis zu 191 Autos die Strecke passiert haben. An anderen Tagen im gleichen Zeitraum 160,133 und 101. Das soll bald aufhören! War ursprünglich geplant, das Liether Moor durch Schilder für den Durchgangsverkehr abzusperren, so ist man jetzt auf eine andere Idee gekommen: Schranken sollen her! Wo diese errichtet werden sollen, steht noch nicht fest. Für die Anwohner würde dies bedeuten, dass sie in Zukunft aussteigen und die Schranken öffnen rnüssten. Aber das ist das kleinere Übel - verglichen mit dem starken Autoverkehr und der Raserei!
Stimmt das Straßenverkehrsamt in Pinneberg den Plänen zu, folgt eine Anwohnerversamrnlung. Mit der Umsetzung des Projekts könnte in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres begonnen werden.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 27.12.2006

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