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Neues von den AZV-Sammlern


Wirbel um Mega-Bottiche für das Liether Moor

(Klein Nordende/rs) Das Vorhaben hat nicht nur Freunde: Der Abwasserzweckverband Pinneberg (AZV) will im Liether Moor zwei Zwischenspeicher für Schmutz- und Regenwasser bauen. Standort ist das Eckgrundstück An der Bahn/Ziegeleiweg in Klein Nordende. Die runden Riesen-Bottiche werden fünf bis sechs Meter hoch werden, mit Durchmessern von 34 und 48 Metern.
Der AZV will mit den sogenannten Rückhalte- und Ausgleichsbecken dem zunehmenden Phänomen von Starkregenfällen begegnen. Denn dann, so AZV-Verbandsvorsteher Lutz Altenwerth, schwelle die normale Schmutzwassermenge schnell auf das Doppelte an. Das führe zu Problemen im Klärwerk. Das dort ankommende Schmutzwasser sei bisweilen so stark verdünnt, dass es den Mikroorganismen, die das Ganze reinigen sollen, an Nahrung fehle.
Neue Zwischenspeicher sollen dazu dienen, Schmutzwasser dosierter nach Hetlingen zu leiten. In der Gemeinde stoßen die Planungen nicht nur auf Gegenliebe. Kritik gibt es am Informationsfluss. Seite 5.


Starkregen macht AZV schwer zu schaffen

Schinckel: Riesen-Töpfe im Naturschutzgebiet
(Klein Nordende/rs) Weil nach starken Regenfällen immer mehr Schmutzwasser sehr schnell nach Hetlingen fließt, will der Abwasserzweckverband Pinneberg Zwischenspeicher errichten (siehe Seite 1). Die wasserrechtliche Genehmigung für die geplanten Bauwerke in Klein Nordende liege bereits vor. Nun gehe es nur noch um die Baugenehmigung, so Verbarndsvorsteher Lutz Altenwerth. Denn das nötige Grundstück befinde sich bereits im Besitz des AZV.
Probleme sieht er nicht, weil Einwendungen der Gemeinde berücksichtigt würden, etwa die Behälter durch Grün zu verdecken und Vorkehrungen gegen Geruchsemissionen zutreffen. Altenwerth rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr 2008. Ein halbes Jahr später solle alles fertig sein.
In der Gemeinde Klein Nordende wird das Vorhaben mit Argwohn betrachtet. Selbst Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel fühlte sich vom AZV nicht ausreichend informiert. "Mich stört die Geheimniskrämerei", sagt Schinckel. Schließlich sei er immer wieder von Politikern auf das Vorhaben angesprochen worden. Doch selbst Mitte August habe er noch keinen Baubeginn und weitere Einzelheiten nennen können. Irritiert zeigt er sich auch darüber, dass im Landschaftsschutzgebiet gebaut werden soll, in dem sonst strengste Auflagen gelten würden.
Ein Beispiel: Nach der Gartenabfallsammlung seien einige Reste im Moor liegen geblieben. Nur acht Tage später sei das Kreisumweltamt da gewesen und habe die sofortige Räumung gefordert, weil sich sonst Pflanzen, die dort nicht hingehören, in den Knicks verbreiten könnten.
"Und nun sollen 500 Meter weiter riesige Töpfe in die Landschaft gebaut werden. Ist das in Ordnung?", zeigt sich Schinckel verwundert""

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 12.09.2007

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