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Liether Moor: Schranke gegen Raser?

Auf den Straßen durch das Liether Moor ist das Verkehrsaufkommen zu hoch und es wird gerast.

Klein Nordende (ne). Einen deutlichen Schritt weiter sind die Klein Nordender in Sachen Verkehrsberuhigung im Liether Moor. Auf Wunsch des Straßenverkehrsamtes des Kreises Pinneberg wurden von Bauhofmitarbeitern der Gemeinde an acht Tagen zu verschiedenen Tageszeiten jeweils vierstündige Verkehrszählungen des Durchgangsverkehrs zwischen dem Raum Elmshorn und Tornesch/Seeth-Ekholt durchgeführt.
Heraus kam, dass jede Minute ein Fahrzeug die bequeme Verbindung von und zur Autobahn A 23 nutzt. Zu berücksichtigen ist bei dem Ergebnis, dass zur Zeit der Messungen die Heimstättenstraße in Tornesch gesperrt war. Die Zahl der Fahrzeuge liegt im Normalfall noch höher.

Bürgermeister Schinckel
hofft, dass 2007 das
Problem des Durchgangsverkehrs
im Liether Moor gelöst wird.

"Bei nur zwölf Häusern in dem großen Landschaftsschutzgebiet ist nicht nur dieses Verkehrsaufkommen zu hoch, sondern es wird auf den Strecken auch gerast und die Straßen halten den Verkehr nicht aus", stellte Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel fest. Gemeinsam mit den betroffenen Anwohnern hoffe die Gemeinde nun, dass das Straßenverkehrsamt im Jahr 2007 die vom Amt selbst vorgeschlagene Schrankenlösung umsetzt wird.
Seit Jahren wird von Autofahrern die Abkürzung durch das Moor über den Wischdamm oder die südlich parallel verlaufende Straße Liether Moor gerne genutzt. Nicht nur die Anlieger nervt das, auch die nur für den landwirtschaftlichen Verkehr ausgelegten Straßen werden das nicht mehr lange aushalten können. Zweimal im Jahr müssen derzeit die Löcher in den Asphaltdecken geflickt und die Banketten hergerichtet werden. Das koste die Gemeinde zusätzlich jährlich rund 10000 Euro, so Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel.
Als Maßnahme gegen den Durchgangsverkehr hatte sich deshalb die Gemeinde vor einem Jahr eine Schilderlösung ausgedacht. Das Straßenverkehrsamt widersprach diesem Vorhaben mit dem Argument, dass Schilder dort keine Wirkung haben würden. Als Alternative hatte der Kreis dann zwei Schranken vorgeschlagen, eine im Wischdamm, die andere in der Straße Liether Moor. Die Anlieger sollen Schlüssel erhalten. Für die die Strecke passierenden Radfahrer und Fußgänger wären die Schranken kein Hindernis.
"Wichtig bei den Maßnahmen im Moor ist die Berücksichtigung unseres Gesamtkonzeptes zur Verkehrsberuhigung", betonte Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. Denn auch die im nächsten Jahr zu sanierende Dorfstraße soll als 30-Kilometer-Zone den
Durchgangsverkehr durch das Dorf reduzieren.
Damit der in der Dorfstraße verhinderte Verkehr nicht zusätzlich im Moor auftaucht, müsse auch das Liether Moor für den Durchgangsverkehr gesperrt sein. Sonst, so Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel, mache das alles keinen Sinn.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 02.01.2007

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