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Klein Nordende zieht vor Gericht

Klein Nordende zieht vor Gericht

Insgesamt füllt der Streit um den Bau der Bürgermeister-Hell-Halle über 20 Aktenordner.
Doch Siegfried Schultz (I.) und Hans-Barthold Schinckel behalten den Überblick. Foto: Gorres

(Klein Nordende/dg) Ein Thema beschäftigt Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel schon, seit er 2003 in das Amt gewählt wurde: der angebliche Pfusch am Bau der Bürgermeister-Hell-Halle. Jetzt steht fest: In der nächsten Zeit wird die Gemeinde Klage gegen den Architekten einreichen.
Rückblick: Im Jahr 2002 stand fest, dass eine Sanierung der alten Mehrzweckhalle sich finanziell nicht rechnen würde. Deshalb wurde damals entschieden, eine neue Halle zu bauen. Doch bereits 2003 mussten die Bauarbeiten für ein Jahr eingestellt werden: Es gab massive Wasserschäden an der neuen Halle, die auf den Namen "Burgermeister-Hell-Halle" getauft wurde. "Bei einer Generalbegutachtung wurden dann über 70 Mängel, auch in der Technik, festgestellt", berichtet Hans-Barthold Schinckel. Der Architekt musste seinen Hut nehmen, mehrere Baufirmen wurden ausgetauscht, der Schulverband als Bauherrund die Gemeinde schalteten einen Anwalt ein.
Viele Gutachter kamen und besahen sich den Bau. Erst im Januar 2005 ging es weiter - weil die Gemeinde inzwischen einen Kredit für die Fertigstellung der Halle aufgenommen hatte. "Einweihung haben wir schlussendlich im August 2005 gefeiert", rechnet Schinckel nach.
Bis heute haben Gemeinde und Schulverband keinen Cent für den angeblichen Pfusch gesehen. Jetzt ziehen sie deshalb vor Gericht und verklagen den Architekten auf 1,35 Millionen Euro. "Das ganze Projekt hat uns 4,1 Millionen Euro gekostet", erklärt Schulverbandsvorsteher Siegfried Schultz. Ursprünglich eingeplant waren 2,67 Millionen Euro.
Mit einer schnellen Entscheidung der Richter rechnet niemand. "Wir hoffen, dass wir bis 2013 eine Entscheidung haben", so Schinckel.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 26.01.2008

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