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Kiss & Go: Gemeinde entschärft die Schulstraße

"Quasi jetzt geht es los", so der Klein Nordender Bürgermeister. Zuletzt hatte die Gemeindevertretersitzung am 12. Juli dem Vorhaben zugestimmt

Vor kurzem hätte Hans-Barthold Schinckel noch an einem Zaun gestanden. "Jetzt wird noch der Stromkasten versetzt", so der Bürgermeister, "dann beginnt Firma Uhl mit dem Bau des neuen Streifens vor der Schule."

(Klein Nordende/su) Unmittelbar vor der Grundschule will die Gemeinde ihr Verkehrsproblem entschärfen. Gerade, wenn viele Eltern ihre Kinder zur Schule fahren und auf der anderen Straßenseite parallel ein Feuerwehreinsatz ansteht, geht entlang der Schulstraße nichts mehr.
Bevor die jüngste Entscheidung für einen sogenannten "Kiss & Go"-Streifen auf der Gemeindevertretersitzung fiel, wurden unzählige Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in den Ausschüssen diskutiert, erinnert der Bürgermeister. Abenteuerliche Vorschläge seien seitens der Bürger und Anwohner aufgekommen. "Von der Brücke bis zur Untertunnelung vor der Schule ist alles dabei gewesen", so Schinckel weiter. Jetzt hat sich die Gemeinde für die "Kiss & Go-Lösung" entschieden und damit für eine Ausgabe von 22.ooo Euro. Noch in den Sommerferien werden die Rabatten vor der Schule weggenommen, der Gehweg versetzt und der Streifen entsteht.
Nach den Ferien können dort dann zehn bis zwölf Autos anhalten. "Nicht parken", wie Schinckel nachdrücklich betont. Denn, die Lösung ist vor allem dazu gedacht, um die Lage in der Straße zu entspannen und die Kinder sicher abzusetzen. Der bereits verschwundene Zaun wird nach dem Umbau hinter die Bäume versetzt. Für den Bürgermeister ist die Maßnahme ein Versuch und zugleich eine gute Sache: "Ich möchte nicht erleben, dass in der Straße doch mal ein Unfall mit einem Kind passiert." Außerdem hätten Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Blitzgerät-Aktionen bisher keine anhaltenden Effekte gezeigt.
Dennoch zeigten sich zahlreiche direkte Anwohner der Schulstraße auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung enttäuscht. Man investiere richtig Geld, ohne weitere Ideen vor Ort geprüft zu haben, lautete dort der Vorwurf an die Politik. Die anwesenden Eltern drängten darauf, über die Polizei in der Schulstraße noch einmal Blitzen zu lassen, auch wenn so etwas nur kurzzeitig Wirkung bei den Autofahrern zeige. Ebenso sollten die Zone-3O-Schilder deutlicher ausfallen.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 04.08.2007

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