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Klaus Lohse sorgt dafür, dass die Kalkgrube nicht vollläuft

Für Besucher immer ein Highlight: Wenn Klaus Lohse mit seinem Unimog in die Liether Kalkgrube fährt, um Pumpe und Schacht zu warten, wird er stets auf seine Arbeit angesprochen. Foto: Strandmann

(Klein Nordende/rs)

Kaum je­mand kennt die Liether Kalk­grube so gut wie Klaus Lohse. Er ist nicht nur in unmittel­barer Nähe aufgewachsen. Der gelernte Elektromaschi­nenbauer kümmert sich mit der Wartung von Pumpen und Schacht auch seit genau 20 Jahren ehrenamtlich da­rum, dass die Grube nicht vollläuft

Lohse liebt diese Aufgabe. Alle zwei Tage ist er vor Ort, um zu kontrollieren, dass alles funktioniert Das ist sehr wichtig. Denn täglich müssen über 2 Milhonen Liter Wasser abgepumpt werden. Verstop­fungen würden schnell dazu führen, dass die Grube unter Wasser steht

Zu der Aufgabe ist er durch die Elmshorner Firma Zoller gekommen, für die er nach eigenen Angaben 48 Jahre lang gearbeitet hat Diese hatte 2001 die Pumpen­anlage nach einem starken Frostschaden wieder instandgesetzt Lohse übernahm im Anschluss die Wartung. Auch nach seinem Wechsel in den Ruhestand ist der heu­te 69-Jährige der Kümmerer der Pumpenanlage geblieben. Um auch mit schwerem Ge­rät zum Boden des Geotops zu kommen, benutzt er ein Spezialgefährt: den eigenen, 45 Jahre alten verstärkten Unimog mit 28 Gängen - im Einsatz bis 2004 im Rhei­nischen Schiefergebirge. SEITE 3

Mit Unimog in der Grube: „Ich werde immer angesprochen“

Der Pumpen-Kümmerer der Liether Kalkgrube: Klaus Lohse. Foto: Strandmann

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(Klein Nordende/rs)

Klaus Lohse weiß es noch ganz ge­nau: Am 8. März 2001 hat er die Aufgabe als ehrenamtli­cher Pumpenwart der Liether Kalkgrube übernommen.

Seither ist er bei Wind und Wetter im Einsatz und sorgt dafür, dass das einzigartige Geotop von Überflutungen verschont bleibt Und auch dem Verein, der sich um den Erhalt der für Wissenschaft­ler so aufschlussreichen Gru­be kümmert, unterstützt er bisweilen, etwa beim Baum­schnitt Sein Hauptaugen­merk aber gilt dem Herz der Grubentechnik. „Das ist eine 400 Kilogramm schwere Hochleistungs-Tauchpumpe“, schildert Lohse. Die Power ist notwendig. Das Wasser muss 35 Meter hoch geför­dert werden. Letztlich fließt es in die Elbe.

„Einmal im Jahr muss die Pumpe gewechselt werden“, schildert Lohse. „Das mache ich gewerblich. Das muss so sein. Und dafür hole ich mir dann Hilfe.“ Strom und Er­satzteile für die Technik zahlt laut Lose das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Der Kreis Pinneberg übernehme War­tungskosten und die Aufwen­dungen für die Behebung von Störungen.

Für Besucher ist es stets eine Attraktion, wenn Lohse mit seinem Unimog kommt.

Wie oft er schon auf seine Tätigkeit und sein Gefährt angesprochen worden ist, weiß er nicht „Eigentlich immer.“ Vor allem die Was­sermenge erstaune Besucher. Und alles rund um seinen Unimog.

Der, sagt Lohse, „ist etwas Besonderes“. Von dem ver­stärkten Modell mit den gro­ßen Rädern seien nur wenige Exemplare gebaut worden.

 

Holsteiner Allgemeine Zeitung, 13.03.2021

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