Pressearchiv

Unser Pressearchiv

"Jeder soll ankommen, aber keiner soll umkommen"

haz-300610.jpg
Thomas Hympendahl (hinten, v.M.), Grundschule Uetersen; Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann; Hans-Barthold Schinckel, Bürgermeister Klein Nordende; Matthias Cordts, ACE; Ingo Klena.ACE; (vorne li.) Renate Blass, ACE; Ines Görmann, Grundschule Klein Nordende. Foto: ape

(Klein Nordende/ne) "Wir sehen auf dem Gebiet der Schulwegsicherheit dringenden Handlungsbedarf", sagt Rechtsanwalt Ingo Klena, der sich ehrenamtlich als Kreisvorsitzender des Auto Clubs Europa (ACE) engagiert.
Im bundesweiten Buchschnitt verunglückt alle 4,4 Minuten ein Kind auf dem Weg zum Unterricht, manches von ihnen sogar tödlich. Soweit ist es zum Glück in Uetersen und Klein Nordende noch nicht gekommen.
Doch vor diesem Hintergrund hatte der ACE die Wege zu den Grundschulen am Roggenfeld und Lieth auf Gefahrenpunkte untersucht. Die Ergebnisse wurden jetzt im Beisein der Schulleiter und des Schirmherrn, des Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst-Dieter Rossmann, vorgestellt.
Gerade an der Grundschule Lieth haben die Verantwortlichen schon viel für die Sicherheit der Kinder getan. Es gibt den so genannten "Kiss and go"-Streifen, auf dem bis zu 20 Autos gleichzeitig halten können, um Kinder aussteigen zu lassen. Nur würde dieser auch immer wieder durch unvernünftige Eltern blockiert, bedauerte Schulleiterin Ines Görmann. "Das sind nur fünf bis sieben Prozent der Eltern - aber sie halten den ganzen Verkehr auf", so Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. In Uetersen wiederum hatte die Schule Halteverbote angeregt, diese seien aber nicht genehmigt worden. Zudem führen die Radfahrer meist regelwidrig, bilanzierte Klena. Rossmann hofft, dass auch andere Schulen die Wege ihrer Kinder untersuchen lassen. Das Motto der Tests lautet: "Jeder soll ankommen, aber keiner soll umkommen". Material kann beim ACE angefordert werden.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 30.06.2010

Zurück