Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Klein Nordendes Bürger treten auf die Bau-Bremse

Einwohner und Politiker Haben gemeinsam am Ortsentwicklungskonzept gearbeitet

haz 220415 2

(Klein Nordende/rs) Noch ist es nur ein Entwurf. Weil das Bürgerforum mit etwa 50 interessierten Einwohnern und die Spitzen der Politik gemeinsam am Ortsentwicklungskonzept für Klein Nordende gearbeitet haben, steht dieser aber bereits auf einer breiten Basis. Am Freitag, 8. Mai, soll der Entwurf ab 19 Uhr im Gemeindezentrum öffentlich vorgestellt werden.

Klar ist: Das rasante Wachstum der Gemeinde mit seinen zahlreichen Neubaugebieten soll sich so nicht weiter fortsetzen. Die vielen Neubauten hatten vor einem Jahr auch zur Gründung des Bürgerforums geführt - ein Zusammenschluss von Einwohnern, die sich zum Ziel gesetzt haben, die besondere Lebensqualität des Dorfes für die Zukunft zu erhalten. "Entwicklung mit Augenmaß" heißt die Marschroute.

Vorrangig sollen Baulücken geschlossen oder Hinterlandbebauung ermöglicht werden. Größere Neubaugebiete soll es nach Aussage von Dirk Plähn von der Arbeitsgruppe "Bauen und Wohnen" möglichst nicht geben. Allerdings: Auf einer Warteliste der Gemeinde stehen aktuell 43 Bauwillige. Auch sagt die Prognose des Kreises für Klein Nordende für die Zeit bis 2030 ein weiteres Wachstum von 0,1 bis 2,5 Prozent voraus.

"Ganz werden wir uns den Wünschen Bauwilliger nicht verschließen können", sagt Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. Zumal alle Beteiligten wollen, dass ältere Klein Nordender, die andere Wohnbedürfnisse haben, weiter im Dorf leben können sollen.

Wichtig ist dem Bürgerforum der Erhalt des ortsbildprä-genden Grüns. So soll nicht nur ein Konzept für einen Biotopverbund erstellt werden. Die Bürger sollen auch über eine Broschüre motiviert werden, zugunsten der Artenvielfalt mehr heimische Sträucher und Bäume zu pflanzen. "Wir wohnen alle gerne hier, das möchten wir bewahren und ein Auge daraufhaben, dass die Landschaft so erhalten bleibt", fasste Ingeborg Pehrs von der Arbeitsgruppe "Natur und Umwelt" zusammen.

Tempo 30 in der Dorfstraße, eine Förderung des Radverkehrs und ein ÖPNV, der nicht schon vor 20 Uhr endet, sind weitere Ziele. Noch in diesem Jahr werden sich die politischen Auschüsse und die Gemeindevertretung mit dem Entwurf des Konzepts befassen.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 22.04.2015

Zurück