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Bekommt das Dorf einen Bürgerverein?

Sie stellten die Idee vor: Karl-Max Kapplusch (li.), Ulrike Weers und Hans-Barthold Schinckel.

(Klein Nordende/rs)

Die Ge­meinde Klein Nordende ist für ihr buntes Kultur- und Dorfleben bekannt. Damit dies so bleibt, im besten Fall sogar ausgebaut werden kann, soll im Ort ein Bürger­verein gegründet werden. Eine Idee, die von einem breiten Unterstützerkreis ge­tragen wird.

Der Bürgerverein würde ein Dach bilden für unterschied­lichste Aktivitäten. Vorteil: Über einen Verein könnten Haftungsrisiken für spon­tane Aktionen von Bürgern abgedeckt werden. Ein ge­meinnütziger Verein dürfte Spenden einwerben. Und er würde eine Entlastung auf politischer Ebene bringen. Denn derzeit kümmern sich in erster Linie die Mitglieder des Ausschusses für Familie, Jugend und Schule sowie des Sozialausschusses um Aktivitäten, die nicht von einem der Vereine im Dorf selbst organisiert werden. Eine Doppelbelastung, zu der künftige Politikerinnen und Politiker vielleicht nicht mehr bereit sein könnten.

Ausgangspunkt für die Grün­dung eines Bürgervereins war die Geschichtswerkstatt. Bei deren Vorsitzendem Karl-Max Kapplusch laufen die Fäden denn auch zusammen. Die Geschichtswerkstatt verfügt über einen großen Fundus an Daten, Dokumen­ten, Fotos und Exponaten, benötigt dafür möglichst bald einen Arbeits-, Besucher­und Archivraum.

Ein Bürgerverein könnte dieses Vorhaben unterstüt­zen. Auch Aktivitäten für Jugendliche wie eine Mär­chengruppe, das Einwerben von Spenden für den Erhalt historischer Gebäude im Ort und Kulturveranstaltungen könnten unter dem Dach des Bürgervereins laufen. "Dieser soll ausdrücklich keine Konkurrenz zu anderen Organi­sationen sein", sagt Ulrike Weers vom Sozialausschuss. Diese Klarstellung sei allen Beteiligten sehr wichtig.

Hinter dem Vorhaben stehen Politiker, der amtierende Bürgermeister Adolf Luitjens und sein Vorgänger Hans-Barthold Schinckel, Kunstschaffende und weitere Bürger. Die rund 15-köpfige Gruppe hat einen Flyer ent­worfen, der ab heute verteilt wird. Mit einem eingelegten Fragebogen soll abgeklopft werden, ob breites Interesse an einem solchen Bürgerver­ein im Dorf besteht.

Ist das vorhanden, soll es im Herbst eine Gründungsver­sammlung geben.

 

Holsteiner Allgemeine Zeitung, 12.06.2021

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