Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Klein Nordende: In Fachkreisen kennt ganz Europa den Ort

Landesgeologe Alf Grube (Mitte) vom Kieler Umweltministerium ist mit der Bohrung und dem Stein bestens vertraut, der an die seinerzeit welttiefste Bohrung erinnert. Foto: Strandmann
Die Liether Kalkgrube gilt als bedeutender nationaler Geotop. Doch nicht nur Bodenkundler begeistert der Ort. Für zahlreiche Tiere und Fflanzen bietet die Grube einen wichtigen Lebensraum.
Die Gemeinde und ihre Bürger sind stolz auf ihre grüne Umgebung und die Grube. Nicht von ungefähr heißt das jährliche Laufevent auch Kalkgrubenlauf. Foto: HAZ

(Klein Nordende/rs) Eigentlich ist Klein Nordende vor allem eines: eine überschaubare, liebenswerte Gemeinde, in der es sich gut im Grünen wohnen lässt. Mit Schule, Kita, Sportanlagen, Nahver­sorger und Kirche. Geologen verbinden mit dem Orts­namen hingegen etwas ganz anderes: Denn in der zum Gemeindegebiet gehören­den ehemaligen Kalkgrube, einem nationalen Geotop, treten bis zu 285 Millionen Jahre alte Gesteinsschichten, die sonst nur in sechs bis acht Kilometer Tiefe zu fin­den sind, ans Tageslicht. Ein­zigartig in der norddeutschen Tiefebene. Und so zieht es auch Forscher aus dem Aus­land nach Klein Nordende.

Für sie, aber auch jeden an­deren Besucher der Grube, lohnt sich der Weg noch aus einem anderen Grund: Denn in Sichtweite von ihr hat sich im 19. Jahrhundert etwas abgespielt, was es bis dahin weltweit nicht gegeben hatte: Auf der Suche nach Öl wur­de zwischen 1872 und 1878 mit 1338 Metern die damals tiefste Bohrung der Welt nach unten gebracht.

Öl wurde aller Anstren­gungen zum Trotz nicht entdeckt. Der Eintrug im Geschichtsbuch aber bleibt. Ein Erinnerungsstein ver­weist heute auf das spektaku­läre Geschehen von damals. Klein Nordende ist eine Gemeinde mit besonderer Geschichte.


Erntedank — ein wenig anders

Geschmückt wird natürlich trotz Corona. Foto: Klein Nordende

(Klein Nordende/rs) Beson­dere Zeiten erfordern beson­dere Maßnahmen. Das gilt auch für das Erntedankfest in Klein Nordende, das Kirche und Gemeinde traditionell gemeinsam begehen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wird diesmal in klei­nerem Rahmen gefeiert. Den Auftakt macht am Sonntag, 4. Oktober, ab n Uhr ein Got­tesdienst zum Erntedank mit dem Team „Kirche um 11". Direkt im Anschluss folgt der gemeindliche Teil mit Über­reichung der Erntekrone. Aufgrund der Abstandsregel steht in der Kirche nur eine begrenzte Zahl an Plätzen zur Verfügung. Bei gutem Wetter sind weitere im In­nenhof vorhanden.

Damit trotzdem jeder dabei sein kann, wird die Veranstal­tung per Livestream auf der Homepage www.kirche-klein- nordende.de eingebunden und auf YouTube übertragen.


Wissenswertes

König Fußball genießt auch in Klein Nordende einen hohen Stellenwert. Dabei dreht sich durchaus nicht alles um die Ligamannschaft der Herren, die im Vorjahr Dritter der Be­zirksliga wurde.

Elfjugendmannschaften gehen für die SV Lieth auf Torejagd. Darunter auch ein Mädchenteam. Als „Butter­berghexen“ sind die Liether Mädchen über Klein Nordende hinaus ein Begriff. Bei den Frauen gibt's eine Spiel­gemeinschaft mit dem FC Elmshorn.

Vielen der Klein Nordenderinnen dürfte eine Spielerin aus den eigenen Reihen als Vorbild dienen: Anneke Borbe (20), in Klein Nordende aufgewachsen und lange Spielerin der SV Lieth, schaffte mit dem SV Werder als Torhüterin den Weg in die 1. Bundesliga. Dort steht sie auch jetzt im Kader. (rs)

Holsteiner Allgemeine Zeitung, 02.10.2020

Zurück