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Alle Augen richten sich auf das Ortsentwicklungskonzept

Doch wegen des Lockdowns geht dort seit Mo­naten nichts voran.

Das Gemeindezentrum sieht schmuck aus, ist aber ein Sanierungsfall. Foto: Holweg

(Klein Nordende/rs) Es soll die Weichen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte stellen: das Ortsentwicklungskonzept (OE) der Gemeinde Klein Nor­dende. Doch weder hier noch beim ebenfalls angeschobenen Quartierskonzept für energeti­sche Sanierungen vor allem in der Schulstraße geht es voran. Schuld ist der Corona-Lock- down.

Der kam für den Ort zur Un­zeit. Kaum hatte die Politik nach langen Diskussionen die grundsätzliche Entscheidung für OE und Quartierskonzept gefällt und die Idee verworfen, es bei der Auffrischung des 15 Jahre alten Flächennutzungs­plans zu belassen, da machte das Virus alle weiteren Schritte unmöglich. Für das OE gab es noch nicht einmal ein Treffen mit dem ausgewählten Büro, geschweige denn eine Einwoh­nerversammlung, um Ideen für die weitere Gestaltung des Ortes zu sammeln.

„Das ist sehr bedauerlich“, sagt stellvertretender Bürger­meister Jens Jacobsen. Andere Orte seien in diesem Punkt weiter. Aber Klein Nordende sei auch einen Sonderweg ge­gangen. „Wir haben dem Büro sehr genau vorgegeben, welche Fragen wir vom Konzept be­antwortet haben wollen.“ Auf die Antworten werden die Klein Nordender nun länger warten müssen. Offiziell müssen beide Konzepte dieses Jahr fertigge­stellt werden. Dann schließt sich das Förderfenster. „Wir bauen aber darauf, dass die Zeit des Lockdowns hinten an­gehängt wird“, sagt Jacobsen.

Größer ist die Sorge in anderer Hinsicht: Vor der Krise, in der wirtschaftlichen Boomphase, hätten ausreichend öffentliche Gelder bereit gestanden, um Projekte der Konzepte auch umzusetzen. „Jetzt“, befürchtet Jacobsen, „werden die Mittel wohl gebraucht, um die Wirt­schaft zu retten.“

Holsteiner Allgemeine Zeitung, 09.05.2020

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