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Hilfe für Barbatesti - Einmal Rumänien und zurück

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Mit 1500 Bananenkartons voller Hilfs-güter und diversen anderen Spenden haben sich Wolfgang Hesebeck und seine Mitstreiter auf den Weg in die rumänischen Karpaten gemacht.
Mit leeren Lkw, glücklich und zufrieden kehrten die Helfer aus Barbatesti nach Elmshorn zurück (die Howo berichtete).
Auf einer Urlaubsreise hatte Wolfgang Hesebeck den Priester Marian Sogor und das Dorf Barbatesti kennen gelernt. Schnell war klar, dass dort Vieles benötigt wird - mangelte es doch an Kleidung, Spielzeug, Fahrräder, Möbel und zahlreichen anderen Dingen des täglichen Lebens. Und auch das im Bau befindliche Waisenhaus benötigte Unterstützung. Dem Aufruf zur Spende kamen viele Hilfswillige in Elmshorn und Umgebung nach. Theo Stüben stellte seinen Lkw zur Verfugung, das Autohaus Elmshorn einen neuen VW Graf, die Baumschule Schrader einen Anhänger und Martin Schippmann seinen Privat-Pkw und einen Anhänger, den Lutz Riehmer mit seinem Wohnmobil gen Karpaten zog. Neben Wolfgang Hesebeck, Theo Stüben, Martin Schippmann und Lutz Riehmer verstärkten Hans Volmar, Olof Clausen, Hans Seibicke, Kuddel Reimers und Rolf Reinstrom die Barbatesti-Mannschaft. Quer durch Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn ging es Richtung Rumänien. Bitterer Beigeschmack: Obwohl als Hilfsaktion angemeldet, wurden die Norddeutschen an den deutschen Mautstellen voll zur Kasse gebeten.
An der ungarisch-rumänischen Grenze warteten Priester Marian Sogor und Barbatestis Bürgermeister, um den Hilfskonvoi die letzten 900 Kilometer nach Barbatesti zu begleiten. Nach allen Anstrengungen waren wir mehr als glücklich, als wir in die erstaunten Gesichter der Bewohner von Barbatesti blickten. Der 40-Tonner von Theo machte reichlich Eindruck auf der schmalen Straße. Noch am selben Tag wurden alle Fahrzeuge von Männern, Frauen und Kindern entladen. Uns selbst wurde eine große Gastfreundschaft entgegengebracht. Im Bergkloster Arnota bezogen wir vier Tage lang Quartier. Tagsüber unternahmen wir Ausflüge oder lernten das Dorfleben und tolle Menschen kennen. Dabei sammelten wir so viele Eindrücke, die ein ganzes Buch füllen würden. Was ist das für eine verrückte Welt, in der wir Menschen mit Dingen glücklich machen konnten, die wir bei uns nicht mehr benötigen?
Unsere gesamte Mannschaft war froh, dass wir die Möglichkeit hatten, diesen Menschen zu helfen. Bedanken möchten wir uns nochmals bei den vielen Privatspendern und den Firmen Peter Kölln und famila. Alles ist gut angekommen - einige glückliche Gesichter aus Barbatesti zum Zeichen dafür.
Rolf Reinstrom

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Welten prallen aufeinander: Theo Stübens 40-Tonner voller Hilfsgüter auf der Dorfstraße in Barbatesti. Zufriedene Helfer: Initiator Wolfgang Hesebeck (2.V.I.) und seine Mitstreiter brachten die Spenden sicher ans Ziel. Fotos: Reinstrom

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 19.06.2010

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