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Alles andere als "Schnee von gestern" in Klein Nordende

Film-Dokumentation über die Katastrophe vor 40 Jahren faszinierte das Publikum

haz 190220

(Klein Nordende/rs) Das war ein echter Clou. 40 Jahre nach der Schneekatastrophe im Norden hat die Gemeinde Klein Nordende vor ausverkauftem Haus die Dokumentation "Schnee von gestern“ der Fil­memacher Claus Oppermann und Gerald Grote gezeigt.

Nicht nur das: der Kieler Re­gisseur Grote kam selbst zum Seniorennachmittag ins Ge­meindezentrum, um Fragen zu beantworten. Gemeinsam mit seinem Kollegen hatte er im Jahr 2008 das Material von etwa 100 Privatpersonen, die während der Schneetage gefilmt hatten, zusammenge­schnitten und mit Musik und Geräuschen unterlegt.

Der tagelange Schneefall bei Windstärke 10 hatte zum Jahreswechsel 1978/79 ganze Dörfer von der Außenwelt ab­geschnitten. Der Sturm türmte meterhohe Wände auf. Der Strom fiel aus. Vielerorts ging nichts mehr. Lebensmittelund andere Dinge des täglichen Be­darfs wurden zur Mangelware. Die Kreise riefen den Katatrop- henfall aus. Die Bundeswehr half mit Panzern, um Fahr­zeuge frei zu schleppen und Straßen offen zu halten. Am 13. Februar folge eine weitere Schnee-Welle.

Die stellvertretende Kultur­ausschussvorsitzende Ulrike Weers hatte den Film vor zehn Jahren selbst im Kino gesehen, sich daran erinnert, und bei Grote angefragt. Der leitete nicht nur in den Film ein, sondern beantwortete anschließend auch Fragen. Bei vielen Besuchern kamen eigene Erinnerungen an den Schneewinter vor 40 Jahren wieder hoch.

Holsteiner Allgemeine, 20.02.2019

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