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Klein Nordende: Entwicklung des Orts ist das große Thema

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(Klein Nordende/rs) Das Thema beschäftigt die Bürger von Klein Nordende schon geraume Zeit. Wie kann es gelingen, ein Dorf im Grü­nen zu bleiben und sich doch weiter zu entwickeln? In der Vergangenheit waren sich Bürger und Politiker, aber auch Parteien darüber durchaus uneins. Zugleich wissen alle: Es muss ein Kon­sens gefunden werden.
Vor allem benötigt die Ge­meinde einen neuen Flächen­nutzungsplan (F-Plan). Denn der ist Voraussetzung für den künftigen Erhalt von Förder­mitteln für Infrastrukturmaß­nahmen. Ein solcher F-Plan ähnelt einem Ortsentwick­lungskonzept, das der Ort ebenfalls will, ist allerdings nicht ganz das Gleiche. Letzteres erfordert eine deut­lich stärkere Bürgerbeteili­gung.

Luitjens: "Wir müssen nicht bei Null anfangen“

Laut Bür­germeister Adolf Luitjens wä­ren zur Erarbeitung von F-Plan und Ortsentwicklungskonzept jeweils 50.000 bis 60.000 Euro zu veranschlagen. Doch möglicherweise geht##s auch günstiger. Luitjens zufolge gibt es ein Ingenieurbüro, das Mo­dule erarbeitet, die für F-Plan und Ortsentwicklungskonzept jeweils angepasst werden können. Er rechne dann mit Gesamtkosten von zusammen nur noch rund 70.000 Euro.
haz 190116bOptimistisch ist er auch, weil Klein Nordende nicht bei Null anfangen müsse. Es gebe nicht nur einen bestehenden F-Plan, sondern auch das Konzept des Bürgerforums. Einer fortschreitenden Be­bauung überwiegend kritisch gegenüber stehende Einwoh­ner hatten zu zahlreichen Themen Vorschläge erarbeitet. Das Konzept, so Luitjens, sei von der Gemeindevertretung einstimmig "wertschätzend“ zur Kenntnis genommen worden. Teile davon sollen ins Ortsentwicklungskonzept einfließen. Wie berichtet galt es vielen in seiner Gesamtheit aber als nicht umsetzbar.
In diesem Jahr soll es nun in Klein Nordende in Ver­bindung mit dem F-Plan einen offiziellen Anlauf für ein Ortsentwicklungskonzept geben. "Alle von Jung bis Alt sollen sich beteiligen“, sagt Luitjens. Dazu gebe es in die­ser Woche ein Gespräch mit der Aktivregion Pinneberger Marsch & Geest. Ebenfalls in Kürze werde mit dem Kreis gesprochen.
F-Plan wie Konzept sollen auf breiten Beinen stehen. Ganz schnell werde es aber nicht gehen, warnt Luitjens. Ein Jahr rechnet er für die Erarbeitung, allein schon wegen der beab­sichtigten großen Bürgerbetei­ligung, ein weiteres Jahr für den späteren Abstimmungsweg.

Holsteiner Allgemeine, 16.01.2019

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