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Klein Nordende: Erneut Streit ums Bürgerkonzept

(Klein Nordende/rs) Ob die Gemeindevertretung Klein Nordende dem Beschlussvorschlag der Verwaltung Donnerstagabend gefolgt ist, war bei Redaktionsschluss offen. Dass der Streit um das vom Bürgerforum erarbeitete Ortsentwicklungskonzept (OEK) beendet ist, darf aber bezweifelt werden.

Denn im Beschlussvorschlag hieß es lediglich, dass das OEK "wertschätzend" zur Kenntnis genommen werde und für zukünftige Planungen gelte, die Inhalte "im Einzelfall als einen von vielen Belangen einzubeziehen". Eine Festlegung auf konkrete Forderungen des Bürgerforums sah zumindest der Beschlussvorschlag nicht vor - und dies, obwohl in der Lenkungsgruppe des Bürgerforums Vertreter aller politischen Fraktionen vertreten waren.

Gefordert wird im Konzept etwa die Begrenzung zukünftiger Bebauung auf ein Vollgeschoss, Einbau lärmreduzierender Straßendecken, Erhalt von Landschaftsfenstem und des südöstlichen Grüngürtels oder die Vorschrift, bei neuen Straßen je Wohneinheit einen Straßenbaum vorzusehen. Vorgaben, die etlichen Politikern zu weit gehen. Dies schränke den Spielraum zu stark ein, heißt es. Die Gemeinde müsse handlungsfähig bleiben.

Die SPD kritisiert in einer Presseerklärung, dass sich die Fraktionen im Vorwege der Sitzung nicht auf die Planungsziele des OEKs einigen konnten, "da diese insbesondere von der Wählergemeinschaft (WG) weitgehend abgelehnt werden". Der vorgelegte Beschlussvorschlag ist aus Sicht der SPD "enttäuschend und vollkommen unzureichend".

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 16.07.2016

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