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Gewerbegebiet Ziegelei: "Wir sind transparent!“

Klein Nordendes Verwaltungschef weist Kritik des Bürgerforums zurück

haz 110516

(Klein Nordende/rs) Die Wogen der Erregung schlugen hoch in Klein Nordende: Anfang März hatte das Bürgerforum (BF), ein Zusammenschluss von Einwohnern au-ßerhalbdes Parteiensystems, in einem Flugblatt den Eindruck erweckt, Gemeindevertreter hielten zum Gewerbegebiet "Alte Ziegelei" Informationen zurück. Von einem Ausverkauf der Natur war sinngemäß die Rede.

"Stimmt nicht", sagt nach seinem Urlaub Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. Es werde nichts zurückgehalten. Vertreter des Bürgerforums seien bei allen Sitzungen anwesend gewesen. "Wir wissen auch nicht mehr", so Schinckel.

Fakt ist: Die Fläche der ehemaligen Klinker- und Ziegelfabrik "Meinert & Eilers" ist aktuell Klein Nordendes einziges Gewerbegebiet. Dass es sich um eine sensible Lage handelt, räumt Schinckel ein. "Deshalb möchten wir dort auch nur Kleinbetriebe, möglichst von Klein Nordendem, ansiedeln." Die Sorge, dort solle auch ein Wohngebiet entstehen, weist er zurück. Lediglich den Firmeninhabem solle ermöglicht werden, neben ihrem Betrieb zu wohnen.

Auch den Protest gegen eine geplante elf Meter hohe Halle parallel zu den Bahngleisen lässt Schinckel nicht gelten. "Wir sind zu Lärmschutz verpflichtet." Das könne durch Gebäude ebenso geschehen wie durch eine Mauer. "Die wäre jedoch teuer", so Schinckel. Das ehemalige Arbeiterwohnhaus will ein Künstler zu einer Galerie mit angrenzendem Skulpturenpark umgestalten. Auf diese Grundzüge hätten sich Investor, Planungsbüro, Künstler, Amt, sowie alle im Gemeinderat vertretenen Parteien verständigt. "Das Interesse von Betrieben ist groß", sagt Schinckel.

Das liege auch daran, dass die wachsende Gemeinde Schwierigkeiten habe, neue Gewerbeflächen auszuweisen. Ein Büro hat potentielle Standorte untersucht. Fast alle schieden aus unterschiedlichen Gründen aus. Die größte Hoffnung der Gemeinde ruht auf einer Fläche in Kreiselnähe an der Betonstraße. Das Areal ist auch in die Planung der Stadt-Umland-Kooperation eingebracht worden.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 11.05.2016

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