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Viel Zulauf für "Night Sports" in der Bürgermeister-Hell-Halle

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Seit Anfang des Jahres bietet Stefan Blümke mit seinem Sicherheitsdienst völlig zwanglos Sport in der Bürgermeister-Hell-Halle an. Über 30 Positionen zählt seine Liste an Teilnehmern bereits. Foto: Urbatzka

(Klein Nordende/su) Stefan Blümke könnte sich die Sache mit seinem Sicherheitsdienst einfach machen. Wenn immer mehr Jugendliche rund um das Sportgelände an der Bürgermeister-Hell-Halle die Zeit totschlagen, müssen eben auch immer mehr Streifengänge seiner Firma her.

Das ist dem Uetersener, der seit 1992 im Personen- und Objektschutz tätig ist, allerdings zu wenig. "Wenn wir die Jugendlichen wegschicken, endet das in einem Katz' und Maus-Spiel", erklärt er. Kurze Zeit später seien alle wieder da.

Kommentar

Solche Ideen sind zu begrüßen. Sport holt die Jugendlichen nicht nur von der Straße weg, sondern hat viele Vorteile. Hier wird Teamgeist erfahren oder sich so richtig ausgepowert. Wer hat danach überhaupt noch Lust, den nächsten Gartenzaun einzutreten? Schade nur, dass Ämter so etwas als "kommerzielles Angebot" einstufen und damit für derartig sinnvolle Initiativen keine Fördermittel übrighaben.

Sascha Urbatzka

Erstmals ist er mit seinem Sicherheitsdienst daher bereits 2008 in Uetersen neue Wege gegangen. Seither bietet er dort regelmäßig Sport für Jugendliche am späten Abend an. Dieses Modell hat er nun auch nach Klein Nordende getragen.

Seit Januar wird unter dem Titel "Night Sports" in der Bürgermeister-Hell-Halle an der Schulstraße jeden Sonnabend ab 19.30 Uhr völlig zwanglos gekickt. "Wer Bock auf Fußball hat und Hallenschuhe mitbringt, kann vorbeikommen", so Blümke. Eine Idee, die offenbar ankommt.
Die Teilnehmerliste nach den ersten Wochen umfasst bereits über 30 Namen - von den Jahrgängen 88/89 bis hin zu den jüngeren Vertretern der Altersgruppe Jahrgänge 96/97. Er sieht deutliche Vorteile in seiner Funktion als Respektsperson gegenüber einer Lösung über Vereine oder Verbände: " Die Jugendlichen akzeptieren uns Sicherheitsleute".

"Keine Gewalt - kein Alkohol -keine Waffen-keine Drogen" steht auf dem "Night Sports"-Flugblatt, mit dem er auch am kommenden Sonnabend, 12. März, wieder zum zwanglosen Fußball in die Halle bittet.

aus den Holsteiner Nachrichten vom 09.03.2011

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