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Streit um Kuhschule: Noch laufen Gespräche

 

Streit um Kuhschule: Noch laufen Gespräche

(Klein Nordende/rs) Die Aufforderung des Kreises Pinneberg hatte im Sommer Wellen geschlagen: Der preisgekrönte Robustrinderverein, so die klare Botschaft, müsse Teile seiner Kuhschule im Liether Moor zurückbauen. Andernfalls erwarte ihn eine "gebührenpflichtige Beseitigung" hieß es in einem Schreiben, das Vereinsvorsitzender Dieter Wichmann im August publik machte.

Nicht zulässig, das bezog sich auf einen Bauwagen, Sitzmöglichkeiten und ein Dixi-Klo. Wichmann konnte damals kaum glauben, was ihm der Kreis auf eine Anzeige der örtlichen Naturschutzbehörde hin mitteilte. Schließlich war der Robustrinderverein für seine Arbeit, die Natur insbesondere Kindern nahezubringen, mit dem bundesweiten Preis "Land der Ideen" ausgezeichnet worden. Einem Rückbau hat sich Wichmann bis heute widersetzt, stattdessen zwei Briefe an Landrat Oliver Stolz geschrieben, um den Erhalt zu erreichen. Denn ohne die Einrichtungen, etwa eine Toilette für Besucher, mache die Einrichtung keinen Sinn. Für Mitte Oktober hat er die Fraktionsvorsitzenden des Kreistags eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Ob sie kommen, ist offen.

Eine gütliche Einigung scheint noch möglich. Kreissprecher Marc Trampe erklärte: "Es laufen noch Gespräche". Es gelte auszuloten, welche Ziele verfolge der Verein, "und was ist aus unserer Sicht möglich". Ein Thema dürften dabei auch weitere Vernässungen des Moores sein, die der Kreis für sinnvoll hält.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 05.10.2013

 

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