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Bürgerforum liegt mit Gemeinde weiter im Streit

Gruppe fordert Beschluss der Politik zum Ortsentwicklungskonzept

haz 010616

(Klein Nordende/rs) Der Streit in Klein Nordende schwelt weiter. Das Bürgerforum Klein Nordende (BF) kritisiert die Mehrheit der Gemeindevertretung im Ort. Die Mitglieder werfen der Politik vor, die Ideen des Bürgerforums "stillschweigend in einer Schublade verschwinden" zu lassen.

Eine Darstellung, der Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel vehement widerspricht. Immer wieder hätten sich Ausschüsse und Gemeindevertretung mit dem vom BF erarbeiteten Ortsentwicklungskonzept befasst. Nur einen Beschluss dazu habe es noch nicht gegeben.

Was ist geschehen? Im Sommer 2013 gründete sich nach rasanter Bautätigkeit im Ort das politisch unabhängige Bürgerforum, ein Zusammenschluss von Einwohnern, die sich besorgt über die Entwicklung des Dorfes zeigten. Ein Arbeitskreis aus 60 Aktiven entwickelte besagtes Ortsentwicklungskonzept, das den Erhalt der besonderen Lebensqualität in den Mittelpunkt stellte. An dem einjährigen Prozess waren auch Gemeindevertreter beteiligt.

Im Mai 2015 wurde das fertige Konzept der Gemeindevertretungübergeben. Dann geschah aus Sicht des BF - nichts. Die versprochene Diskussion über das Konzept und ein Beschluss zur Umsetzung stehe aus. "Stimmt nicht", sagt Schinckel und listet auf: Am 6. Juni und 17. September 2015 habe sich der Bauauschuss damit befasst, am 25. Juni und 1. Oktober die Gemeindevertretung. "Da stecken viele gute Ideen drin", erklärt der Bürgermeister. "Zu 100 Prozent können wir das Konzept aber nicht beschließen." Die Fraktionen hätten Stellungnahmen abgegeben. Er sei dabei, die Beratungsergebnisse zu den einzelnen Bereichen zusammenzufassen. Diese Bündelung gebe er "noch vor der Sitzung der Gemeindevertretung im Juli" an die Fraktionen. Es gehe darum, "einen Konsens zu finden".

Unterdessen hat die Gemeindevertretung im April eine Fortschreibung der baulichen Entwicklung im Ort im Rahmen der Stadt-Umland-Koo-peration bis 2030 beschlossen. Damit, so das BF, würden die Fehler einer ungesteuerten Flächenausweisung wiederholt. Schinckel hält dagegen: "Es sind alles nur Kann-Flächen."

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 01.06.2016

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