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Größere Halle für die alte Schmiede

Größere Halle für die alte Schmiede

Zum dritten Mal seit 1963 verändert sich der Klein Nordender Traditionsbetrieb Thormählen. Neues Bauwerk kostet 200 000 Euro.

Von Gerd Nelaimischkis


Sigrid und Jürgen Thormählen vor ihrer Baustelle am Sandweg in Klein
Nordende. Der Hallenneubau soll 2009 fertig sein. Foto: nelai

Klein Nordende. Es ist nicht zu übersehen: An der Bundesstraße 431 neben der Schmiede wird gebaut. "Endlich!", sagt Jürgen Thormählen. Denn dieser jetzt entstehende Hallenbau hat eine lange Geschichte. Schon vor 25 Jahren wollte der heutige Seniorchef Claus-Jürgen Thormählen dort bauen, erhielt aber keine Genehmigung. Gebaut wurde dann am Utweg eine 300-Quadratmeter-Halle als Ergänzung der dort bereits 1963 gebauten Halle.
Nach seiner Betriebsübernahme 1995 ging Jürgen Thormählen erneut das Bauvorhaben an der Bundesstraße an. Das Problem war, dass das Bauvorhaben entsprechend der Landesplanung in einem Gebiet westlich der Bundesstraße liegt, in dem grundsätzlich nicht gebaut werden darf. Doch Thormählens Bauvoranfrage wurde in Kiel positiv beschieden.
Begründet wurde die Ausnahmegenehmigung mit dem Bestehen des Betriebes an dieser Stelle seit 1783. Jetzt hat der Bau begonnen, allerdings in einer Zeit, die unpassender nicht sein konnte. "Für uns fängt jetzt die Saison an", erklärt Jürgen Thormählen. Außerdem stünden die goldene Hochzeit seiner Eltern Helga und Claus-Jürgen Thormählen an. Hinzu kommen die Silberhochzeit und das 40-jährige Jubiläum seines Altgesellen Karl-Heinz Liedtke sowie die 20-jährigen
Jubiläen der Mitarbeiter Thorsten Detlef und Andreas Timm. Aber, beruhigt lachend Ehefrau Sigrid, eigentlich passten solche Termine nie, denn es sei immer etwas los. Trotzdem seien sie immer auch irgendwie durchgekommen.Gebaut werden soll an der Bundesstraße jetzt die dritte Halle seit 1963. Für das Bauwerk mit einer Fläche von 800 Quadratmetern sind Kosten von insgesamt 200000 Euro veranschlagt. Um die Halle errichten zu können, rnuss zunächst die 2000 Quadratmeter große Fläche an das alte, höher gelegene Grundstück der Schmiede mit einer Kiesschicht von durchschnittlich einem Meter Stärke angeglichen werden. Darauf kommt als Provisorium eine befahrbare Schicht.
Ein Jahr muss vergehen, bis diese Schicht aus Kies und Recyclingbelag gesetzt hat und gepflastert werden kann. In geringem Unfang nutzbar wird die Halle schon im Juni, komplett brauchbar aber erst 2009 sein. Genutzt werden sollen
Halle und Fläche zum Abstellen der in Arbeit befindlichen Maschinen und Fahrzeuge. Dadurch wird der Utweg entlastet, der der Schmiede heute als Abstellfläche dienen muss.
Außerdem werden künftig zunehmend mehr Flächen gebraucht, denn die zur Reparatur angelieferten Maschinen aus der Land-, Baumschul- und Bauwirtschaft werden immer größer. "Um unseren Bestand zu sichern, müssen wir am Ball bleiben", sagt Jürgen Thormählen.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 17.05.2008

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