Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Fett im Abwasser gibt weiterhin Rätsel auf


Fett im Abwasser gibt weiterhin Rätsel auf

(Klein Nordende/jn) Die Abwassermenge in Klein Nordende ist im vergangenen Jahr um 16.000 m3 gestiegen. Waren es 2006 noch 126.000 m3, so musste das Abwassersystem der Gemeinde im Jahre 2007 bereits 142.000 m3 Schmutzwasser bewältigen. Für diesen Anstieg gibt es zurzeit noch keine Erklärung. Vermehrte Regenfälle scheiden als Begründung aus. Das letzte Jahr war nicht wesentlich regnerischer als 2006.
Zum Zeitpunkt der Germeindevertreterversammlung fehlten noch die Zahlen des Trinkwasserverbrauchs in Klein Nordende für das vergangene Jahr. Wenn diese vorliegen, lässt sich abschätzen, ob ein gestiegener Verbrauch in den Privathaushalten die Erklärung darstellt, oder ob nach anderen Ursachen gesucht werden muss. Ebenfalls rätselhaft ist der hohe Fettgehalt des Abwassers. Nach den Messungen des Abwasserzweckverbandes (AZV) liegt dieser fast doppelt so hoch, wie der Durchschnitt. Die Suche nach dem Verursacher gestaltet sich schwierig, da sich die Schmutzstoffe chemisch verändern, während sie durch das Abwassersystem geleitet werden. Daher ist zurzeit noch unbekannt, welcher Art diese gesteigerte Schmutzeinleitung ist. "Es kann Frittierfett oder Erbsensuppe sein, wir wissen es einfach nicht," sagte dazu ein Gemeindevertreter. Auch der Ort der Einleitung in das Abwassersystem liegt noch völlig im Dunkeln. "Wir sind für jeden Hinweis und für jede Idee dankbar," sagte Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. Die Suche nach der Erklärung wird wohl noch länger andauern.

aus der Holsteiner Allgemeinen Zeitung vom 01.03.2008

Zurück