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Bürger planen online mit

Klein Nordende geht bei der Diskussion zur Ortsentwicklung neue Wege

Eine digitale Versammlung könne ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht nicht ersetzen, findet Klein Nordendes Bürgermeister Adolf Lütjens. Trotzdem möchte die Gemeinde diesen Weg gehen, damit die Bevölkerung beteiligt wird. Foto: Peter warncke (Archiv)

Klein Nordende / Daniela Lottmann

Wie soll sich Klein Nord­ende verän­dern? Welche Potenziale stecken in dem Ort? Diese Fragen soll ein Ortsentwicklungskonzept (OEK) beantworten. Nun soll das Konzept auf die Ziel­gerade einbiegen, doch wichtige Stimmen sollen da­bei noch besser eingebun­den werden: die Bürgerin­nen und Bürger Klein Nor­dendes. Für sie wird es im März zwei Online-Angebote geben, um an dem Prozess beteiligt zu werden.

Zwei Workshops mit etwa 150 Beteiligten konnten im vergangenen Jahr trotz der Pandemie stattfinden. Auch über 420 schriftliche Rück­meldungen aus einer Frage­bogenaktion zählen die Ver­antwortlichen. Die Len­kungsgruppe der Gemeinde sowie das Planungsbüro „WRS Architekten und Stadtplaner“ aus Hamburg haben dadurch viele Anre­gungen und Einsichten zur Zukunft des Ortes gewon­nen.

Der anhaltende Lock- down erschwere jetzt aber die weiteren Planungen, teilt die Lenkungsgruppe mit. Vorgesehen sei demnach über die gesamte Projekt­phase eine umfangreiche Bürgerbeteiligung mit regel­mäßigen öffentlichen Prä­sentationen und Work­shops, in denen sich die Bür­gerinnen und Bürger mit einbringen sollten. Nicht al­le Treffen konnten stattfin- den. „Im Januar mussten wir dann leider einen bereits ter­minierten zweiten Bürger­workshop absagen“, sagt Bürgermeister Adolf Luit- jens. „Für uns hat die Bürgerbeteiligung aber weiter­hin einen hohen Stellenwert. Wir wollen das OEK nicht beschließen, ohne das unse­re Mitbürgerinnen und Mit­bürger die Gelegenheit ge­habt haben, ihre Vorstellun­gen mit einzubringen und Ergebnisse zu diskutieren.“

Wer in Klein Nordende lebt, soll sich einbringen können - deshalb hat die Lenkungsgruppe nun einen Plan gefasst. Andreas Kamin, der Vorsitzende des Bau-und Planungsausschusses, erläutert: „Der nächste Workshop wird digital erfol­gen. Wir werden dafür die Unterlagen und eine verton­te Präsentation als Film auf der Webseite der Gemeinde ins Netz stellen.“

Ab Freitag, 12. März, kön­nen sich die Bürgerinnen und Bürger zunächst über die Inhalte des OEK infor­mieren. Am Montag, 22. März, um 19 Uhr folgt dann ein Online-Workshop.

Der Weg ist neu und unge­wohnt, weiß auch Bürger­meister Adolf Luitjens: „Na­türlich ist uns klar, dass so ein Online-Workshop den persönlichen Kontakt nicht ersetzen kann. In den letz­ten Wochen haben wir aber recht gute Erfahrungen mit solchen Online-Formaten gemacht“.

 

Beteiligung trotz Pandemie

Termine und Kontakte

Wer schriftlich seine Gedanken und Ideen zum Ortsentwick­lungskonzept beitragen möch­te, nutzt den Briefkasten am Gemeindezentrum, Schul­straße 3. Alle Rückmeldungen bis zum 5. April werden berück­sichtigt, verspricht die Len­kungsgruppe. Der erste Auf­schlag zur Online-Beteiligung ist für Freitag, 12. März, geplant. Ab diesem Tag werden die Workshopunterlagen und eine vertonte Präsentation auf der Webseite der Gemeinde online gestellt. Am Montag, 22. März, folgt der Online-Bürgerwork­shop für das Ortsentwicklungs­konzept. Link im Internet.

* www.klein-nordende.de

 
Elmshorner Nachrichten, 06.03.2021

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