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Hilfe für Tiere in Not

Papageienfreunde Nord aus Klein Nordende feiern 30. Geburtstag - mittlerweile sind es mehr als 300 Vogelliebhaber

KLEIN NORDENDE / Von Daniela Lottmann

Tieren in Not ein neues Zuhause ge­ben: Diesen Schritt sollte nie­mand leichtsinnig tun. Doch bei dem Verein Papageien­freunde Nord, der in Klein Nordende seinen Sitz hat, sollte man sich die Aufnahme eines Tieres noch genauer überlegen. Für mindestens 20 Jahre, so steht es in den Vermittlungsgrundsätzen,

Vermittlungstiere zu tun, er-klärt Eva Olszewski, Vorsit-zende das Vereins: „Papagei-en werden alt. 30 bis 50 Jahre vielleicht. Darauf muss man gefasst sein.“ Damit aus den Vermittlungsvögeln keine „Wandertiere“ werden, die sich alle paar Jahre in einem neuen Heim zurecht finden müssen, denkt man im Ver- ein Papageienfreunde Nord langfristig. „Die Entschei-dung für einen Papagei ist eine große Hausnummer“, sagt Olszewsk.

Der Verein der Papageien-freunde Nord wird von Ols-zewski aus Klein Nordende organisiert und zählt etwa 310 Mitglieder aus ganz Norddeutschland. Doch auch im Süden der Republik gibt es einzelne Mitglieder. In diesem Jahr feiert der Ver-ein seinen 30. Geburtstag - es gibt ihn somit fast ein Papa-geienleben lang. Olszewski ist seit etwa 2019 im Vor-stand aktiv. Der Vorstand umfasst fünf Mitglieder.

Hauptanliegen des Verei-nes sei es, ein Netz zu knüp-fen und möglichst viele Papa-geien in Not in kompetente Hände abzugeben, erzählt Olszewski. Tiere aus Sicher-stellungen vermittelt der Verein genauso wie Tiere, die aus einem anderen Grund nicht in ihrem Zuhause blei-ben können. Etwa wenn die Halter verstorben sind oder sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr gut um die Tiere kümmern können. „Der Bedarf an Pflegestellen ist groß. Viele Halter wollen ihre Papageien nicht ins Tierheim geben“, sagt Olszewsk.

Etwa 60 Großpapageien kann der Verein im Jahr vermit­teln, im Netzwerk engagie­ren sich Menschen mit etwa 600 bis 800 Vögeln.

Tiere leben in sozialen Gefügen

Früher seien Papageien ein Trendtier gewesen, erzählt Olszewski. Viele hätten sich die Vögel damals unüberlegter angeschafft. „Heute ste-hen die Bedürfnisse der Tiere im Vordergrund“, sagt sie. Darauf achte der Verein be-sonders. Vermittlungen als Einzeltier kommt deshalb nicht in Frage: „Die Men-schen sehen ein, dass es Exo-ten sind. Und das die Schwarmtiere mindestens ein Gegenüber brauchen.“

Was fasziniert die Men-schen an Papageien? „Ich magihre Intelligenz und ihre Ver-spieltheit. Und das jeder Vo-gel seinen eigenen Charakter hat“, findet Olszewski als Antwort darauf, was sie an den Tieren am meisten schätzt. Sie selbst hält Kon-go-Graupapageien, kam aber eher durch einen Zufall auf' Papageien. „Ich fand Tie-re schon immer span-nend“, erzählt sie, ur-sprünglich waren es jedoch Wellensitti-che, um die sich Olszewski küm-merte. Irgend-wann übernahm ie eine Urlaubspflege für Papageien - und von da ließ sie das Thema nicht mehr los.

Pflegestellen gesucht

Immer wieder ist der Verein Pa­pageienfreunde Nord auf der Suche nach Pflegestellen. Wer sich engagieren möchte, meldet sich beim Verein für weitere In­formationen. Am einfachsten nutzen Interessierte das Kon­taktformular auf der Internetsei­te des Vereins. >papageienfreunde-nord.de

Foto: Papageienfreunde Nord
Elmshorner Nachrichten, 03.03.2021

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