Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Auszeichnung für eine ungewöhnliche Idee

Auszeichnung für eine ungewöhnliche Idee

Robustrinderverein im Liether Moor bekommt Hanse-Umweltpreis 2013

KLEIN NORDENDE en-281113"Wir bringen als erste den Storch ins Moor", sagte der erste Vorsitzende des Robustrindervereins Dieter Wichmann augenzwinkernd. Gemeint ist allerdings kein echter Vogel, der im Liether Moor ein zu Hause gefunden hat, sondern der Hanse-Umweltpreis 2013. Der Preis, dotiert mit 3000 Euro, wurde in Form einer Bronzeskulptur eines auffliegenden Storches, die der Künstler Axel Richter gestaltet hat, dem Vereinsvorsitzenden stellvertretend für den Robustrinderverein überreicht.

"Die Jury des Hanse-Um-weltpreises war von unserem Projekt begeistert. Das macht uns stolz", freute sich Wichmann über die Auszeichnung, die er seinem Zwillingsbruder widmete. "Die Idee zu diesem Projekt ist ungewöhnlich, aber wirkungsvoll. Besonders die Kombination aus praktischem Naturschutz und Umweltbildung macht dieses Projekt preiswürdig" so Klaus Denart, Inhaber der Firma Globetrotter Ausrüstung und Jurymitglied. Die erneute Auszeichnung des Robustrindervereins nahm Wichmann zum Anlass, um auf die aktuellen Probleme des Vereins hinzuweisen. Auf der einen Seite stehen bereits mehrere Auszeichnungen, auf der anderen eine festgefahrene Situation mit dem Kreis Pinneberg und anderen, im Moor tätigen Vereinen. Die Situation der Kuhschule, insbesondere der Toilette und des Bauwagens, ist nicht geklärt.

Ein Dialog zwischen Kreis und Wichmann findet zur Zeit nicht statt. "Wir werden unseren Weg kontinuierlich weiter gehen", sagte Wichmann und machte deutlich, dass bei Gründung des Robustrindervereins alle im Moor ansässigen Vereine und auch die zuständigen Kreisbehörden über die Ziele des Vereins informiert worden sind. Entsprechend langfristig wurde die Finanzierung des Vereins, unter anderem über "Kuh-Aktien", sowie die Pachtverträge für Weideflächen abgeschlossen. Für Wichmann deshalb unverständlich, dass zwei Jahre nach Gründung des Robustrindervereins von Seiten des Kreises über eine Vernässung von Weideflächen nachgedacht wurde.

Trotz Funkstille zwischen Wichmann und Kreis Pinneberg, scheint Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Gespräche zwischen der Kreisverwaltung und Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel, der sich für den Erhalt der Kuhschule einsetzt, haben stattgefunden. Über erste Ideen, um die Kuhschule langfristig zu erhalten, wurde diskutiert, weitere Gespräche sollen folgen.    Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 28.11.2013

 

Zurück