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Moor-Raser: 3 Verletzte

Seat prallt gegen Baum. Entgegenkommendes Fahrzeug knapp verfehlt. Zweistündiger Rettungseinsatz.
Von Bert C.Biehl

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Wie durch ein Wunder kamen die drei Insassen aus diesem Wrack lebend heraus - die Front des gelben Seat Leon war bei dem nächtlichen Unfall völlig zerstört worden,
aber die Fahrgastzelle
blieb heil.

Foto: kf

Klein Nordende. Wer das Wrack des Seat Leon sieht, kann es kaum glauben: Hier sind drei Insassen lebend herausgekommen. Sie müssen am Dienstagabend einen mächtigen Schutzengel gehabt haben: Die Front des gelben Pkw wurde bei ihrem Unfall völlig zerstört, doch die Fahrgastzelle blieb heil. Die drei jungen
Männer im Alter von 19 und 20 Jahren wurden zum Teil schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und kamen in die Krankenhäuser in Elmshorn und Wedel. Wie konnte es soweit kommen?
Der Wischdamm im Moor von Klein Nordende - Teil einer Strecke, die von Ortskundigen gerne als Abkürzung zwischen Tornesch und Elmshorn genutzt wird. Dank zahlreicher langer und gerader Abschnitte (und mangelnder Kontrollen) ist der Weg aber auch eine Übestrecke für angehende Rennfahrer. Obwohl er tückisch ist: So sorgen unter der
Fahrbahn hindurch wachsende Baumwurzeln für gefährliche Bodenwellen. Seit Jahren beklagen Anwohner, aber auch Reiter, Jogger und Radfahrer immer wieder die Gefährdung durch Raser. Am Dienstag war es wieder soweit.
Gegen 21.55 Uhr ist der gelbe Seat mit den drei jungen Männern auf dem Wischdamm in Richtung Elmshorn unterwegs. Mit überhöhter Geschwindigkeit, wie die Polizei vermutet. Jedenfalls verliert der Fahrer, ein 20-jähriger Uetersener, die Kontrolle, der Pkw prallt gegen eine alte Birke, überschlägt sich und wird auf dem Dach liegend weiter vorwärts geschleudert. Nur knapp verfehlt dies Geschoss den Polo einer 26-jährigen Tornescherin. Sie hatte die Lichter von fern gesehen und auf der engen Straße angehalten, um den Seat durchfahren zu lassen - das war vermutlich ihre Rettung.
31 Feuerwehrleute aus Esingen, drei Rettungswagen und der Notarzt waren zwei Stunden lang im Einsatz. Unter anderem liefen Betriebsstoffe aus. Zudem war die Krone der Birke durch den Aufprall geborsten, der Baum stand schief und musste gefällt werden. Gesamtschaden: zirka 22 000 Büro.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 28.05.2009

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