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Liether Moor: 2008 wurden 13 400 Bäume gepflanzt

"In 50 Jahren können wir viel Holz ernten. Die Kosten der Aktion belaufen sich auf 7000 Euro pro Hektar."

Klein Nordende (mei). Das war kurz und einstimmig. Der erste Vorsitzende des Betreuungsvereins Liether Moor Otto Schinkel, die Kassenwartin Renate Huckfeldt sowie die Beisitzer Christian Scheinert und Dr. Jan Heilmann wurden in einem Wahlgang in ihren Ämtern bestätigt.

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Der erste Vorsitzende des Betreuungsvereins Liether Moor Otto Schinkel (v. L), Kassenwartin Renate Huckfeldt und die Beisitzer Christian Scheinert und Dr. Jan Heilmann. Foto: Kamin

"Wir hatten ein sehr aktives Jahr mit vielen Maßnahmen. Mein Dank geht an alle Helfer, Spender und Mitglieder des Vereins für ihre Unterstützung", leitete Schinkel seinen Jahresbericht ein. Drei Hektar betreute Flächen konnten unter der Regie des Betreuungsvereins und mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) aufgeforstet werden. Darunter Grundstücke im Seestermüher Moor, im Sonntagsmoor und im Bökeltwietenmoor. Bei all diesen Mooren handelt es sich um Teile des Liether Moores, die ihre Namen aufgrund ihrer Nutzung in der Vergangenheit erhielten.
"Wir haben 13 400 Bäume, Stiel- und Roteichen, Rotbuchen und Vogelbeeren gepflanzt nach einem von Experten ausgearbeiteten Pflanzplan", erläuterte der erste Vorsitzende und fügte schmunzelnd hinzu: "In 50 Jahren können wir viel Holz ernten." Die Kosten der Aktion bezifferte Schinkel mit 7000 Euro pro Hektar.
Ein besonderes Augenmerk legte Schinkel auf das neue Biotop im Seestermüher Moor. Hier hat der Verein in unmittelbarer Nähe zum Vorfluter ein Gewässer angelegt. Mit dem Erdaushub wurde im gleichen Zuge ein Damm aufgeworfen und so nicht nur ein Trockengebiet errichtet, sondern auch ein kleiner Deich zum Schutz der Nachbargrundstücke.
Insgesamt betreut der Verein 239 406 Quadratmeter Eigenland, das ist etwa ein Drittel der gesamten Betreuungsfläche von rund 32 Hektar.
Für 2009 plant der Betreuungsverein Liether Moor die Vernässung eines neu erworbenen Grundstückes im Seestermüher Moor sowie die Renaturierung eines Moorstückes im Bültenmoor. Schinkel sprach sich zwar nicht gegen den geplanten Geopfad in Klein Nordende aus, jedoch deutlich gegen den Verlauf des Wanderweges, da die Route durch eine der Betreuungsflächen führt. Professor Abraham berichtete noch über das "Naturschutzgebiet Haseldorfer Binnenelbe".

aus den Elmshorner Nachrichten vom 28.01.2009

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