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Die Geschichte einer geplanten Sanierung

Die Sanierung des Moschauer Damms kostet rund 70000
Euro. Etmshorn zahlt zwei Drittel und Klein Nordende ein
Drittel der Kosten. Foto: Rohr


Moschauer Damm: Nach monatelanger Debatte begannen jetzt endlich die Arbeiten. Wenn die Sanierung nicht rechtzeitig abgeschlossen wird, gibt es keinen Zuschuss.
Von Ulrich Lhotzky-Knebusch

Elmshorn. "Anfang des Jahres wurde die Sanierung des Moschauer Damms als dringend dargestellt. Bürgermeisterin Brigitte Fronzek drohte sogar mit einer Sperrung des kaputten Weges. Doch bis jetzt ist nichts passiert. Warum nicht?" CDU-Fraktionschef Andreas Hahn löste mit seiner Frage eine kurze Debatte im Hauptausschuss aus. Kurz, weil seine und weitere Fragen von der städtischen Verwaltung nicht beantwortet werden konnten. Der Grund: Das Amt Elmshorn-Land ist für die Sanierung zuständig.
Der etwa 700 Meter lange Moschauer Damm ist ein Feldweg, der den Franzosenhof mit dem Liether Moor und Klein Nordende verbindet. Die Betonspuren sind marode. Zwei Drittel der Spurbahn liegen auf Elmshorner und ein Drittel auf Klein Nordender Gebiet.
Bereits im Sommer 2007 beschloss der Elmshorner Bauausschuss, die Sanierung des Weges finanziell zu fördern. Doch bei den Haushaltsberatungen wurden die Gelder wieder gestrichen. Im Februar kam das Thema wieder auf die Tagesordnung. Diesmal mit "Dringlichkeitsstufe I", "weil wir den Weg, den nicht nur Bauern, sondern auch Radfahrer und Fußgänger nutzen, wegen der großen Schäden und möglicher Haftungsfragen bei Verletzungen sperren müssen", so Brigitte Fronzek damals im Hauptausschuss.
Der Druck der Verwaltungsspitze führte dazu, dass die Politiker außerplanmäßig 38 700 Euro zur Verfügung stellten. Insgesamt sollte die Maßnahme rund 100 000 Euro kosten. Der damals ausgeübte Druck führte nun sieben Monate später zur Frage, warum noch nichts geschehen ist. Eine Aussage der Verwaltung sorgte im Hauptausschuss für Unruhe: Wenn die Maßnahme nicht bis Ende November beim Amt für ländliche Räume abgerechnet wird, gibt es keinen Zuschuss.
Auf Anfrage erklärte gestern Uwe Sievers vom Amt Elmshorn-Land: "Die Abrechnung für die Sanierung muss beim Amt für ländliche Belange bis zum 27. Oktober dieses Jahres vorliegen. Wir gehen davon aus, dass dies auch gelingt."
Den Ablauf des Verfahrens schilderten Mitarbeiter der Verwaltung wie folgt: Nach Bewilligung der Gelder im März gab es einen Planungsauftrag. Dem Planungsauftrag folgte eine Prüfung der Unterlagen. Danach gab es eine Öffentliche Ausschreibung und die sich anschließende Auftragsvergabe.
Den Auftrag für die Gesamtmaßnahme bekam das Unternehmen Groth in Pinneberg. Mit 70000 Euro gab es das günstigste Angebot ab.
Am 20. August sollte mit der Sanierung begonnen werden. Doch tatsächlich rückten die Groth-Mitarbeiter erst am Mittwoch an. Auf EN-Anfrage warum, sagte Jens Carstens von Groth: "Die Arbeit wurde wegen Personalproblemen und urlaubsbedingt verspätet aufgenommen."
Jens Carstens geht davon aus, dass die Arbeiten bis Mitte Oktober abgeschlossen werden können. "Wenn das Wetter mitspielt".
Elmshorns Anteil von 38700 Euro dürfte angesichts der geringeren Investition von 70000 Euro sinken. Auf die 70000 Euro gibt es einen Zuschuss vom Amt für ländliche Räume von 75 Prozent, also 52500 Euro. Den Rest teilen sich Klein Nordende mit einem Drittel und Elmshorn mit einem Anteil von zwei Drittel.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 26.09.2008

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