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Erfolgreiche Wehrübung mit kleinen Fehlern

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Alarmübung der Feuerwehren Klein Nordende und Seester: Nach einem Blitzeinschlag brennt das Reetdach eines Wohnhauses. Ein Verletzter wurde aus der verqualmten Scheune gerettet. KAMIN

KLEIN NORDENDE Nach einem Blitzschlag brennt ein großes, reetgedecktes Gebäude in der Straße Am Teich in Klein Nordende. Eine Person wird vermisst. Bei westlichem Wind droht das Feuer auf das benachbarte, sehr trockene Waldstück überzugreifen. Das war das Szenario, mit dem die Feuerwehrleute aus Klein Nordende und Seester während einer nicht angekündigten Übung zu kämpfen hatten. Der schnelle Aufbau der Wasserversorgung und die Rettung der vermissten Person hatten bei dem Einsatz oberste Priorität.

Von drei Seiten, fuhren die Feuerwehrleute an ihren Einsatzort heran. Über Am Redder, Am Teich und über die Lindenallee. Während die Atemschutzträger sich bereits auf der Fahrt von der Wache zum Einsatzort ausrüsteten, mussten die anderen Einsatzkräfte zunächst Schläuche verlegen, um mit der Brandbekämpfung zu beginnen. Da klar war, dass die Wassermenge der Löschfahrzeuge nicht ausreichen würde und auch die Hydranten mittelfristig keinen ausreichenden Wasserdruck liefern würden, musste ein Team eine Wasserversorgung vom nahe gelegenen Löschteich aufbauen.

Nachdem die Atemschutzträger die vermisste Person gefunden hatte, erschwerte der Klein Nordender Wehrführer Martin Höppner die Aufgabe für die Atemschutzträger und deren Überwachung. Er hatte einen Atemschutztrupp gebeten, sich nicht mehr zu melden und deshalb als vermisst zu gelten.

Nachdem die Aufgabenstellung durch die Einsatzkräfte beider Wehren abgearbeitet war, gab es im Klein Nordender Gemeindezentrum Lob und Kritik von Höppner, dem stellvertretenden Klein Nordender Wehrführer Florian Schinkel und dem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Seester, Hermann Stieler.

Die Übung lief gut, die Zusammenarbeit klappte nahezu reibungslos, so das Urteil von Höppner, Schinckel und Stieler. Einzige Kritikpunkte waren der starke Bewuchs rund um den Löschteich, der zunächst fehlende Schlüssel für das Tor, sowie die nicht ganz unproblematische Anfahrt über die Lindenallee. Abschließend wies Höppner darauf hin, dass die Überwachung der Atemschutzträger noch aufmerksamer verfolgt werden muss. Es hatte nämlich eine Weile gedauert, bis dem Team das Fehlen von zwei Kameraden aufgefallen war. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 26.05.2011

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