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Geopfad an der Kalkgrube geplant

Arbeitsgruppe des Nationalen Geotops besteht seit 15 Jahren / Auch Besonderheiten in der Nähe sollen beschildert werden

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In den vergangenen 15 Jahren haben heutige und frühere Mitglieder der AG Liether Kalkgrube viel erreicht. MKA

KLEIN NORDENDE Seit 15 Jahren betreut die Arbeitsgruppe Liether Kalkgrube der Kulturgemeinschaft Tornesch das Naturschutzgebiet und nationale Geotop. Geleitet wird die AG von Hans-Joachim Wohlenberg. Grund genug, alle Mitstreiter, die sich seitdem für den Erhalt des Geotops und die Pflege des Naturschutzgebietes eingesetzt haben, zu einer kleinen Feierstunde einzuladen.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe hatten Kuchen gebacken, für Kaffee gesorgt und Zelte mit Tischen und Bänken für ihre Gäste aufgestellt. Während seiner kurzen Ansprache erinnerte Wohlenberg an die Anfänge des Naturschutzgebietes "Liether Kalkgrube", an den Kampf für deren Erhalt als "Fenster in die Erdgeschichte".
"Es war damals ein langer, steiniger Weg. Die Ordner mit dem Schriftverkehr füllen bei mir viele Regale", so Wohlenberg. 1992 wurde aus der Kalkgrube ein Naturschutzgebiet, 1995 wurde die Kalkgrube zur Betreuung an den Heimatbund Schleswig-Holstein und von dort an die Kulturgemeinschaft Tornesch übergeben, 2006 schließlich folgte die Erklärung der Kalkgrube zum nationalen Geotop, erläuterte er. "Ich wurde zum Schutzgebietsreferenten ernannt. Seitdem haben wir mehr als 10 000 Besucher durch die Kalkgrube geführt. Die Hälfte davon waren Schüler", berichtete der Leiter der Arbeitsgruppe Liether Kalkgrube.
Wohlenberg nutzte das 15-jährige Bestehen der AG aber nicht nur für einen Blick zurück, sondern präsentierte gemeinsam mit Dr. Alf Grube vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) Abteilung Geologie und Boden, auch das neue Projekt der Arbeitsgruppe.
Geplant ist die Gestaltung eines geowissenschaftlichen Informationspfades als Wander- oder Fahrradweg. Neben der Liether Kalkgrube sind der Elmshorner Salzstock, Dünen und Flugsandfelder aus dem Elbeurstromtal, der ursprüngliche "Esinger See", interessante geologische Besonderheiten in der Umgebung. Informationstafeln sollen diese Besonderheiten und ihre Entstehung erläutern und einen Einblick in die Erdgeschichte geben. "Es handelt sich um ein Konzept. Wir haben noch keine konkrete Route", sagte Grube. Die Arbeitsgruppe Liether Kalkgrube will sich, neben der Betreuung des Geotops, für die Umsetzung der Idee einsetzen. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 25.09.2010

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