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Radfahrer fahren wie sie wollen

Klein Nordende und Uetersen: Schulwege untersucht / Es passieren kaum Unfälle / ACE fordert mehr Verkehrsüberwachung

en-240610.jpgDiskutierten über sichere Schulwege:
Thomas Hympendahl (v. L), Grundschule Uetersen; Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann, Renate Blass, ACE; Hans-Barthold Schinckel, Bürgermeister Klein Nordende;
Ines Görmann, Grundschule Klein Nordende;
Matthias Cordts, ACE, und Ingo Klena, ACE.
LY

KREIS PINNEBERG Sie gingen ins Detail, fotografierten Straßenzüge, erstellten Fragebögen für die Schulen und analysierten Ergebnisse, die ACE-Schulweg-Doktoren.
Das Fazit einer Untersuchung über Schulwegsicherheit: So schlecht ist es um die Schulwege der Grundschulen Uetersen Am Roggenfeld und Klein Nordende nicht bestellt. "Trotz alledem: Natürlich sollte man gerade in Uetersen noch Verbesserungen vornehmen", sagte Ingo Klena, ACE-Kreisvorsitzen-der, während er die Untersuchungsergebnisse in Klein Nordende vorstellte. An dem Gespräch beteiligten sich Thomas Hympendahl, Leiter der Grundschule Am Roggenfeld in der Seminarstraße, Ines Görmann, Chefin der Grundschule in Klein Nordende, die ACE-Mitar-beiter Matthias Cordts und Renate Blass vom Kreisverband sowie der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD). Er hatte die Schirmherrschaft über die Aktion im Kreis Pinneberg, die bundesweit vom Auto Club Europa durchgeführt wird, übernommen.
Anlass für die Aktion 2010 "Schulweg-Doktor" waren die erschreckenden Unfallzahlen: " Im Jahre 2008 gab es bundesweit 118563 Unfälle auf dem Weg zur Schule. 68 Schulkinder wurden getötet. Vor diesem Hintergrund sehen wir dringenden Handlungsbedarf", sagte Klena.
In Klein Nordende ist die Welt aber noch in Ordnung. Lediglich ein Straßenverkehrsschild mit Hinweis auf die Schule ist durch Bäume verdeckt. "Wenn nicht schon geschehen, findet ein Rückschnitt statt", sagte Bürgermeister Schinckel. Problematisch bleibt das Parkverhalten einiger Eltern. "Sie parken die Feuerwehrausfahrt zu. Weil das immer wieder passiert, werde ich mal einen Abschleppdienst in der Nähe der Schule positionieren", sagte Schinckel.
In Uetersen passierten in den vergangenen fünf, sechs Jahren zwar nur zwei Unfälle in der Seminarstraße, doch für Schulleiter Hympendahl ist das eine "heiße Straße". Schließlich ist dort nicht nur die Grundschule angesiedelt. "An mehreren Schulen besuchen rund 2000 Schüler den Unterricht." Für eine "heiße Straße" hält auch der ACE die Seminarstraße: "An Verkehrsregeln hält sich kaum jemand. Besonders nicht die Radfahrer", so Ingo Klena. Sein Fazit: In der Tempo-30-Zone muss es mehr Park- und Halteverbote für Autos geben, mehr Verkehrsüberwachung und an den Schulen mehr Verkehrserziehung.
Hympendahl sagte dazu: "In den Tempo-30-Zonen dürfen keine Park- und Halteverbotsschilder aufgestellt werden. Das wollten wir, das durften wir aber nicht." Dies verstand Schinckel nicht: "Bei uns haben wir auch Tempo 30 und trotzdem dürfen da Halteverbotsschilder stehen."
Ob dies nun wirklich nach EU-Recht verboten ist oder nicht, will jetzt der Schirmherr der Aktion, Ernst Dieter Rossmann, prüfen lassen. Ulrich Lhotzky-Knebusch

aus den Elmshorner Nachrichten vom 24.06.2010

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