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Streit um Raser im Liether Moor

Elmshorn/Klein Nordende (awo). Der Bürgermeister von Klein Nordende, Hans-Barthold Schinckel, ist seit sechs Jahren um eine Verkehrsberuhigung im Bereich Liether Moor bemüht. Deshalb ist er verwundert und verärgert, dass das Amt für Flächenmanagement Elmshorn behauptet, dass mit der Gemeinde in dieser Sache kein gemeinsames Vorgehen möglich sei (EN berichteten). "Da hat Amtsleiterin Petra Langefeld wohl noch etwas Einlesebedarf", sagt der Bürgermeister.

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Hans-Barthold Schin- ckel, Bürgermeister von Klein Nordende.
Foto: Rohr

Die Strecke zwischen Plinkstraße und Borenzwangweg wird als Schleichweg von und zur Autobahn genutzt. "Der Verkehr macht uns schon lange zu schaffen. Autokennzeichen von Cottbus bis Pirmasens sind keine Seltenheit", sagt Schinckel.
2004 gab es die Idee, die Strecke mit Schranken zu sperren, oder Schilder "Durchfahrt verboten, Anlieger frei" aufzustellen. Zu diesem Thema gab es zwei Einwohnerversammlungen, man entschied sich dann für die Schildervariante. An insgesamt fünf Zufahrtswegen ins Moor wie zum Beispiel beim Rothenlehm, beim Kreuzweg oder beim Langenhofer Weg sollten die Verbotsschilder aufgestellt werden.
Deshalb hat die Gemeinde einen Antrag beim Fachdienst für Straßenbau und Verkehrssicherheit in Pinneberg eingereicht. Doch der wurde jetzt abgelehnt. Die Begründung: Die Polizei kann dieses Verbot mit der Einschränkung für Anlieger schlecht überwachen, denn es könnte ja jeder behaupten, er wollte nur jemanden besuchen. "Die Lösung mit einer Schranke wäre viel effektiver. Wer geht schon gerne das Risiko ein, eine Abkürzung zu nehmen und kommt dann nicht weiter, weil die Schranke zu ist", sagt Silke Biermann vom zuständigen Fachdienst, die den Vorgang bearbeitet und abgelehnt hat.
Auch die im Antrag angemahnten Straßenschäden, die durch den hohen Durchgangsverkehr entstehen, würden die Anlieger ebenso verursachen, das sei kein Argument, die Straßen für andere Verkehrteilnehmer deshalb zu sperren. "Beschränkungen dürfen nur bei einer besonderen Gefahrenlage genehmigt werden", sagt Biermann. Die Gemeinde Klein Nordende hat deshalb Widerspruch eingelegt.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 23.05.2009

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