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Bewegende Trauerfeier für Bernd Stehr

ABSCHIED Viele Weggefährten aus der Gemeinde nahmen Abschied vom Spielleiter des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth

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KLEIN NORDENDE Die Gemeinde Klein Nordende hat sich am Freitagmittag vom langjährigen Spielleiter des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth Bernd Stehr verabschiedet. Der 45jährige verstarb vor knapp 14 Tagen völlig unerwartet. Er hinterlässt seine Frau Sylvia sowie die gemeinsamen Kinder Tobias und Sabrina.

Die Mitglieder des Klein Nordender Spielmannszugcs erwiesen Stehr ebenso die letzte Ehre, wie Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Klein Nordende, der Schützenbruderschaft, befreundeter Spielmannszüge, Arbeitskollegen, Freunde und Bekannte aus Klein Nordende und Umgebung.

Die Auferstehungskapelle Elmshorn war viel zu klein, um all denen, die sich von Stehr verabschieden wollten, einen Platz zu bieten. Zahlreiche Trauergäste verfolgten deshalb vor der Kapelle stehend die per Lautsprecher übertragene Trauerrede des Klein Nordender Pastors Lars Därmann.

Er fand in seiner Rede bewegende und persönliche Worte. "Wir nehmen Abschied von einem bescheidenen Menschen, der für andere gelebt hat. So mischt sich unter die Trauer auch ein Gefühl der Dankbarkeit", so Därmann.

Mit dem Musical "Der kleine Tag" von Wolfram Eicke, Rolf Zuckowski und Hans Niehaus, verband Därmann nicht nur die Musik, die für Stehr ein wesentlicher Teil seines Lebens war, sondern auch das Abschiednehmen. Zentral war dabei das Lied "Es geht nicht dass ich bleib mich ruft mein Stern."

Der Klein Nordender Pastor berichtete von besonderen Stationen im Leben des Verstorbenen. So trat Stehr mit knapp zehn Jahren in den Spielmannszug ein, lernte hier später seine Frau Sylvia kennen, war 27 Jahre im Vorstand aktiv und seit knapp 20 Jahren Spielleiter. Doch nicht nur seine Leidenschaft für die Musik prägte Stchrs Leben, sondern auch Aktivitäten und Urlaube mit der Familie, Sport und der Umgang mit Holz. Liebevoll bezcichncte Därmann Stehr als "Holzwurm" und berichtete von zahlreichen, selbstgebauten Besonderheiten in den Zimmern seiner Kinder sowie dem dreistöckigen Zuhause der Familienkaninchen.

Der Pastor blickte auch auf das persönliche Engagement Stehrs, der Freunde und Bekannte bei Bedarf immer unterstütze. Der Satz: "Bernd hatte einen Sprachfehler. Er konnte nicht nein sagen", zauberte bei den Besuchern, bei aller Trauer, ein kleines Lächeln ins Gesicht.

Bewegend war das Ende des Trauergottesdienstes. Der Kirchenmusiker Joachim Poelchau sang das Lied "Es geht nicht dass ich bleib mich ruft mein Sterm" und trieb nahezu jedem Besucher der Trauerfeier Tränen in die Augen. Am Grab übernahm es der Ehrenvorsitzende des Spielmannszuges Karl-Max Kapplusch sich im Namen aller Mitglieder des Spielmannszugs von Bernd Stehr zu verabschieden. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.10.2016

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