Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Einblick in die Liether Kalkgrube

Informationen am Tag des Geotops / Geologe erläutert Besonderheiten und die Auswirkungen der Eiszeit für Schleswig-Holstein

en 220915

KLEIN NORDENDE "Wir befinden uns mitten in einem Salzstock, nur ohne Salz", erläuterte der Elmshorner Geologe Thomas Voss die besonderen Gegebenheiten des Naturschutzgebietes Liether Kalkgrube.

Voss war einer von mehreren Experten, die im Rahmen des Tags des Geotops Einblicke in die Entstehung und die Besonderheiten der Kalkgrube gaben. Anschaulich, ausgesprochen verständlich und humorvoll vermittelte er erdgeschichtliche Fakten über den Salzstock und die verschiedenen Gesteinsarten. Die Eiszeit und ihre positiven Folgen für Schleswig-Holstein waren ebenso Thema, wie die Wege vom Sand zum Sandstein, vom Kalk zum Kalkstein.

Wie die Ablagerungen vor sich gehen, beschrieb Voss anhand eines Hefeteigs dem laufend weitere Zutaten hinzugefügt werden. Der Teig sackt in sich zusammen, die Zutaten lagern sich auf dem Teig und der wird zusammengedrückt. Druck und Hitze führten schließlich dazu, dass sich Gestein bildet. Der Geologe schilderte auch, wie der Salzstock, der sich eigentlich in der Tiefe befinden müsste, an die Oberfläche gelangte. "Salz ist ein leichtes Material und will nach oben. Das funktioniert ähnlich, wie ein Luftballon unter Wasser", so Voss.

Neben den Führungen durch die Kalkgrube waren der Informationsstand der Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch von 1985 e.V., die die Liether Kalkgrube betreut, und die kleine Cafeteria bei den Besuchern sehr beliebt.
Regelmäßige Besucher des nationalen Tag des Geotops sind unter anderem die Mitglieder des ADFC Pinneberg. "Wir kommen seit Jahren zu Besuch. Lfm 11 Uhr treffen wir uns an der Drostei und fahren dann nach Klein Nordende zur Liether Kalkgrube", erzählt Ulf Brüggmann vom ADFC.

"Es ist immer wieder toll, die Führungen zu erleben. Man erfährt viel mehr Details über die Kalkgrube als bei einem Besuch auf eigene Faust", so Brüggmann. Neben den vielfältigen Informationen freut er sich, dass er hier immer auch Hans-Jürgen Wohlenberg trifft, die beiden verbindet nämlich nicht nur das Interesse an der Kalkgrube, sondern eine lange Freundschaft. Wohlenberg und Brüggmann waren Nachbarn und sind zusammen aufgewachsen.

Am Ende war Wohlenberg mit dem Tag des nationalen Geotops sehr zufrieden. Das Wetter hatte mit gespielt und viele Besucher den Tag für einen informativen Ausflug zur Liether Kalkgrube genutzt. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.09.2015

Zurück