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Christins einsamer Lauf zur DM-Norm

Hamburg (mb). Eigentlich hätte Christin Liedtke Grund haben können, um vor Glück zu strahlen. Der erste 3000-Meter-Lauf auf der Bahn und gleich die Normzeit für die Teilnähme an der Deutschen Meisterschaft unterboten. Doch so recht mochte sich die 15-Jährige aus Klein Nordende über bei den Hamburger Jugendmeisterschaften gestoppten 10:43,56 Minuten nicht freuen. Sie war nämlich das einzige Mädchen ihrer Altersklasse. Neben ihr im Feld waren nur ein A-Mädchen sowie einige Jungen. "Ganz krass gesagt: Es war langweilig", sagte die für die LG Wedel-Pinneberg startende Läuferin. Deshalb habe sie sich das Rennen auch so eingeteilt, dass sie so gerade unter der geforderten Zeit blieb. Ärgerlich: Eine Eintragung als Hamburger Meisterin gab es wegen der fehlenden Konkurrenz auch nicht. So hatte die Gymnasiastin aber genug Kraft gespart, um tags darauf zum dritten Mal den Waldenauer Volkslauf über 10,1 Kilometer zu gewinnen. "Das hat wesentlich mehr Spaß gemacht", sagte sie angesichts einer guten Kulisse. Und der ausgelobte Wanderpokal, der bleibt jetzt auf immer im Besitz der Klein Nordenderin.
Ob sich zu dieser schon imposanten Sammlung in diesem Jahr noch eine Auszeichnung von deutschen Meisterschaften gesellen kann, ist offen. Noch hat Christin Liedtke sich nicht entschieden, ob sie das am Sonnabend errungene Startrecht für die 3000 Meter bei der DM wahrnimmt. "Ich bin unsicher, weil man dann anders trainieren muss", sagte sie, Bislang sind die Einheiten auf die längeren Distanzen von Volksläufen ausgerichtet. Denn auf der Straße mit vielen anderen Läufern und Zuschauern, fühlt sich Christin Liedtke so richtig wohl.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.06.2009

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