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Shanties unter’m Regenschirm: 80 Besucher kamen zum Schunkeln

Der Hamburger Shanty-Chor "He lücht" (Foto) trat im Wechsel
mit den Glückstädter Molenkiekern auf. Foto: Roolfs

KLEIN NORDENDE. "Gestern haben wir zum ersten Mal die schwarzen Schirme aufgespannt. Die können wir heute gut gebrauchen." Lieber wäre es Guntram Gudschun vom Klein Nordender Kulturausschuss natürlich gewesen, die neuen, großen Schirme wären nicht nötig, aber am Sonntagvormittag schien ein garantiert trockener Sitzplatz im Garten des Töver huus angeraten. Und die schwarzen Schirme sind so hoch, dass der Blick auf die Bühne frei bleibt, wenn man drunter sitzt.
Die Gemeinde Klein Nordende hatte zu "Shanties und Matjes" eingeladen, rund 80 Besucher wollten das hören und schmecken. Das waren weniger als erhofft, nicht einmal alle vorbestellten, jeweils 18 Euro teuren Karten wurden abgeholt. Auf die Bühne stiegen im Wechsel zwei Chöre: die "Molenkieker" aus Glückstadt und "He lücht" aus Hamburg.
Dagmar und Manfred Nordmeier aus Elmshorn ließen sich von den durchwachsenen Wetteraussichten nicht abhalten und genossen die Musik. "Sehr gut" fand der Shanty-Fan die Musiker. Die Karten hatte das Ehepaar von seinem Sohn zum Geburtstag bekommen.
Hella Matzen war sogar per Fahrrad angereist. Den Regenponcho hatte sie dabei, aber noch nicht gebraucht auf ihrer Fahrt von der Elmshorner Schuhmacherstraße ins benachbarte Dorf. "Mir gefällt das gut", lautete ihr Fazit; die Molenkieker gefielen ihr besonders, dort singt ihr Mann mit. Die Glückstädter trugen mehrstimmig und gekonnt die Klassiker der Lieder mit Meeressehnsucht vor. "He lücht" gestalteten ihr Programm etwas anders, sie sangen unter anderem den aktuellen Hit "Santiano" und Caterina Valentes "Habanero". Mit Trommeln, Akkordeon und E-Gitarre sorgten sie auch gleich für die passende Begleitung. "Sehr schön" war das alles, lobte Zuhörer Norbert Brandt.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.05.2012

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