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Kleine Leute sammeln große Spende für Haiti

KLEIN NORDENDE Eine großartige Idee hatten die Schüler der Klasse 3a der Klein Nordender Grundschule gemeinsam mit ihrer Lehrerin ausgeheckt: Sie entschieden
sich, Spenden für die Erdbebenopfer, auf Haiti zu sammeln. Insgesamt kamen bei der Spendenaktion weit mehr als 1000 Euro zusammen.

Vorbildlich: Grundschüler sammeln 1173,88 Euro für Haiti
Die Klasse 3a der Grundschule Klein Nordende entschied sich, für die Erdbebenopfer zu sammeln
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Die Klasse 3a mit einem Hut voller Spenden - ihre Idee war ein toller Erfolg. MKA

KLEIN NORDENDE Die Jungen und Mädchen der Klasse 3a der Grundschule Klein Nordende-Lieth sind sichtlich zufrieden. 1.173,88 Euro sind bei ihrer Spendensammelaktion in der Schule für die Erdbebenopfer in Haiti bisher zusammengekommen. Eigentlich hatten die Kinder ihre Mitschüler gebeten, von ihrem Taschengeld den geringen Betrag von 50 Cent zu spenden. Das hätte eine Spende für Haiti von 142 Euro ergeben. Doch es kam anders.
Die Klasse 3a hat mit Johannes und Leo zwei "Nachrichtensprecher". Diebeiden Jungen sammeln im Laufe einer Woche die wichtigsten Nachrichten. Im Wechsel berichten Leo und Johannes dann j e-den Freitag, was sich ereignet hat. "Danach reden wir über die Nachrichten", erzählt Klassenlehrerin Jutta Piecha.
Am vergangenen Freitag war das schwere Erdbeben in Haiti für Leo das Hauptthema. Er zeigte seinen Mitschülern anhand von Zeitungsfotos, was in Haiti passiert ist. Besonders das eingestürzte Kinderkrankenhaus beschäftigte die Drittklässler. Piecha brachte ihre Klasse schließlich auf die Idee, Spenden für Haiti zu sammeln. Es wurde überlegt, wie viel jedes Kind spenden kann, wie die Mitschüler informiert werden könnten und wohin die Spende gehen soll. Ein Spendenaufruf wurde entworfen und um eine Spende von 50 Cent gebeten.
Die Schüler besuchten die anderen Klassen ihrer Schule und berichteten von dem Erdbeben und ihrer Idee. Die Drittklässler waren so überzeugend, dass ihre Mitschüler am nächsten Tag nicht nur 50 Cent mitbrachten, sondern weitaus größere Beträge. Viele plünderten ihre Spardose oder baten Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunde um Spenden. "Das, was in Haiti passiert ist, berührt die Kinder", sagt Piecha.
"Es sind so viele Menschen ums Leben gekommen und wir wollen nicht, dass auch die anderen noch sterben", begründet Flemming seine Spende und Torben ergänzt: "Für 50 Cent können sich die Kinder in Haiti schon ein halbes Brot kaufen." Natalie wiederum beschäftigt, dass es für die Überlebenden keine Krankenhäuser und keine Medizin gibt. Auch mit dem starken Nachbeben, dem fehlenden Wasser und dem Kampf der Menschen ums Essen haben sich die Kinder auseinandergesetzt. "Mit unseren Spenden können wir vielleicht ein bisschen Hoffnung nach Haiti bringen", sagt die Klasse 3a. "Wenn wir im Fernsehen sehen, dass Hilfsmittel in Haiti ankommen, dann ist vielleicht eine Kiste von uns dabei", ergänzt Piecha, die das Geld an die Aktion "Deutschland hilft" weitergeleitet hat.

Interessierte können sich auch unter www.gs-klein-nordende.de über die Aktion informieren. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 22.01.2010

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