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Entdeckertouren in der Kalkgrube

Am Tag des Geotops bot die Arbeitsgruppe der Kulturgemeinschaft Tornesch in Klein Nordende ein umfangreiches Programm

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Führte durch die Liether Kalkgrube und erläuterte die spannenden Facetten des nationalen Geotops: Wilfried Brumm (vorn) MKA

KLEIN NORDENDE "Ich freue mich, dass Sie trotz des durchwachsenen Wetters den Weg in die Liether Kalkgrube gefunden haben", sagte Hans-Joachim Wohlenberg, Leiter des Arbeitskreises "Naturschutzgebiet Liether Kalkgrube" in der Kulturgemeinschaft Tornesch. Und Grund zur Freude hatte er: Mehr als 50 Besucher kamen zu den ersten Führungen am Tag des Geotops 2010. Auf dem Programm standen die Botanik der Kalkgrube, Geschichten rund um die Findlinge, die durchgeführten Bohrungen, Eiskeile und eine allgemeine Führung durch das abwechslungsreiche Geotop.
In den vergangenen 150 Jahren wurde in den Gruben in Klein Nordende Kalk, Ton und Sand abgebaut. Dadurch wurden geologische Formationen freigelegt, die bis ins Erdaltertum vor etwa 270 Millionen Jahren zurück gehen.
Dokumente von ganz besonderer Bedeutung, erläuterte Wilfried Brumm den Anwesenden. Er wies auf Torf-und Braunkohlenfunde, die graue "Kalkasche" und den roten Ton hin. "Normalerweise sind diese geologischen Besonderheiten acht Kilometer unter der Erde zu finden. Hier wurden sie an die Oberfläche gedrückt und sind für uns sichtbar", so Brumm.
Einen ganz anderen Blick auf das Geotop warf die Biologin Dr. Astrid Wasmann-Frahm. Sie zeigte den Besuchern für die Kalkgrube typische Pflanzen wie Hornklee oder die Wilde Mohre.
Holger Hansen wiederum konnte viel über die Besonderheiten und die Geschichte der Findlinge am Eingang des Geotops erzählen. Viele Besucher nutzten deshalb die Möglichkeit, sich nacheinander den verschiedenen Führungen anzuschließen.
Wohlenberg hofft, dass sich nach den ausführlichen Rundgängen durch das Naturschutzgebiet vielleicht der eine oder andere findet, der die Arbeit der Kulturgemeinschaft zur Pflege des Geotops unterstützt. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 21.09.2010

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